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Schröder: Gute Chancen für Afrika-Hilfe: 

Schröder sieht gute Chancen für Einigung
bei G-8-Gipfel auf mehr Entwicklungshilfe

06. Jul 2005 20:21
Gerhard Schröder in Schottland
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Mit einem Abendessen bei Königin Elisabeth II. beginnt in diesen Stunden der G-8-Gipfel in Schottland. Er wird von Protesten begleitet - und von hohen Erwartungen bei den Themen Entwicklungshilfe und Klimaschutz.

Begleitet von Protesten und vereinzelten Ausschreitungen hat am Mittwoch der G-8-Gipfel in Schottland begonnen. Bis Freitag wollen die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industriestaaten und Russlands Vereinbarungen über die Ausweitung der Afrika-Hilfe und den Klimaschutz treffen.

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Vor allem beim Thema Klimaschutz erwarten Beobachter schwierige Verhandlungen. US-Präsident George W. Bush erklärte unmittelbar vor dem Beginn des Gipfels das Kyoto-Protokoll zur Reduzierung von Treibhausgasen für gescheitert. «Kyoto hat für die Vereinigten Staaten nicht funktioniert, und es hat offen gesagt auch für die Welt nicht funktioniert», sagte er.

In einem Entwurf für die Gipfelerklärung zum Klimawandel wird trotzdem auf das Kyoto-Protokoll Bezug genommen. In der deutschen Delegation wurden die Chancen, dass es dabei bleibt, als «relativ gut» eingeschätzt. Allerdings würden die USA kein Dokument mittragen, in dem Richtwerte aus dem Kyoto-Protokoll übernommen würden, hieß es. «So etwas kann man nicht erreichen.»

Aufstockung der Afrika-Hilfe

Für eine Einigung über die Aufstockung der Afrika-Hilfe stehen die Chancen besser. Bundeskanzler Gerhard Schröder sagte, er rechne fest damit, dass der geplante Schuldenerlass für die 18 ärmsten Länder bestätigt werde. Auch hinsichtlich einer deutlichen Erhöhung der Entwicklungshilfe zeigte er sich zuversichtlich. «Ich gehe davon aus, dass das auch auf dem Gipfel geschehen wird.»

Allerdings solle die Enwicklungshilfe an Bedingungen geknüpft werden: Rechtstaatlichkeit sei eine der unabdingbaren Voraussetzungen, sagte Schröder kurz vor Beginn des Treffens.

Abendessen leitet Treffen ein

Der britische Premierminister Tony Blair will die Entwicklungshilfe bis 2010 auf 50 Milliarden Dollar verdoppeln. Die Finanzierung ist aber noch offen.

Am Abend beginnt das Gipfeltreffen mit einem Abendessen auf Einladung der britischen Königin Elisabeth II. offiziell. (nz)

 
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