Niederlage für Walfänger
Eine vollständige Aufhebung des Fangverbots galt schon am ersten Tag als unwahrscheinlich, weil dafür eine Drei-Viertel-Mehrheit erforderlich ist. Doch bereits mit einer einfachen Mehrheit hätte das Lager der Walfangnationen die Möglichkeit gehabt, die Tagesordnung zu bestimmen und einzelne Änderungen zu verabschieden.
Die Internationale Walfangkommission hatte 1986 den kommerziellen Walfang verboten. In Norwegen gibt es dennoch eine Walfangsaison. Japan erlegt die Meeressäuger offiziell zu wissenschaftlichen Zwecken, das Fleisch wird jedoch verkauft.
Experten schätzten, dass in diesem Jahr weltweit mehr als 1500 Wale getötet werden. Neuseeland, Australien und Umweltorganisationen wie Greenpeace wollen das Fangverbot beibehalten. Umweltorganisationen forderten die IWC auf, sich stärker für den Schutz der bedrohten Wale einzusetzen. So würden jährlich Hunderttausende in Fischernetzen oder wegen Meeresverschmutzung, sterben, so der Walexperte von Greenpeace, Thomas Henningsen. (nz)

