13. Jun 2005 20:43
In Italien ist die Volksbefragung zur Liberalisierung der Ethik-Gesetze an der geringen Wahlbeteiligung gescheitert. Zuvor hatten die italienischen Bischöfe und Kardinäle zum Boykott aufgerufen.
Zuvor hatte die katholische Kirche in Rom zu einem Boykott des Referendums aufgerufen. In einem äußerst emotionalisierten Wahlkampf betonten die italienischen Bischöfe, der Schutz des ungeborenen Lebens dürfe «nicht zur Abstimmung gestellt werden». Kritiker warfen ihnen massive Einmischung in die Politik vor. Doch nicht nur der kirchliche Aufruf, sondern auch die wachsende Enttäuschung der Italiener über die Politiker führte nach Meinung von Zeitungskommentatoren aus Mailand und Rom zu dem allgemeinen Desinteresse.