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Autobombe der Eta in Madrid explodiert

25. Mai 2005 10:09, ergänzt 12:50
In Madrid ist eine Autobombe der Eta explodiert. 18 Personen wurden verletzt. Spanische Regierung setzt auf Verhandlungen.


In Madrid hat es am Mittwoch eine heftige Explosion gegeben. Ein anonymer Anrufer hatte am Morgen gegenüber der baskischen Zeitung «Gara» die Zündung einer in einem Renault-Van versteckten Bombe angekündigt. Von 18 Verletzten musste eine Person ins Krankenhaus gebracht werden, wie eine Sprecherin der Rettungskräfte mitteilte.

Offenbar machte die Polizei ein verdächtiges Fahrzeug in nördlichen Stadtteil Madrids aus und riegelte daraufhin Teile des Arbeiterviertels San Blas ab. Die mutmaßlichen Terroristen hatten das Fahrzeug in der Nähe einer U-Bahn-Station abgestellt. Fernsehbilder zeigten eine schwarze Rauchsäule über dem Stadtteil. Die Polizei spricht von 18 leicht verletzten Opfern. Eine Person war von umherfliegenden Glassplittern getroffen worden. Die Bombe sei in einem Transporter deponiert gewesen, der in der Nacht zum Mittwoch gestohlen wurde.

Bei Gewaltverzicht gibt es Verhandlungen

In Madrid hatte die Eta seit Februar keinen Anschlag mehr verübt. Bereits am vergangenen Wochenende war aber in der baskischen Kleinstadt Zarauz ein Sprengsatz explodiert. Mitte Mai wurden bei Bombenanschlägen auf Industrieanlagen im Baskenland drei Menschen verletzt. Auch in diesen Fällen geht die Polizei von einer Urheberschaft der Eta aus.

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Die Autobombe von Madrid war der sechste der Eta zur Last gelegte Anschlag seit der Ankündigung der spanischen Regierung zu Monatsbeginn, sie sei im Falle eines Gewaltverzichts zu Verhandlungen mit der Separatistengruppe bereit.

Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero sagte am Mittwoch, dass es für die Eta keine andere Zukunft geben könne als «ihre Waffen niederzulegen und sich aufzulösen». Zapateros Regierung hatte am 13. Mai einen Antrag ins Parlament eingebracht, der bei einem Gewaltverzicht der Eta Verhandlungen vorsieht. Obwohl zwei Tage später die Anschläge auf die Industrieanlagen verübt wurden, stimmte das Parlament dem Antrag am 17. Mai zu. (nz)


 
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