Autobombe der Eta in Madrid explodiert
25.05.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Offenbar machte die Polizei ein verdächtiges Fahrzeug in nördlichen Stadtteil Madrids aus und riegelte daraufhin Teile des Arbeiterviertels San Blas ab. Die mutmaßlichen Terroristen hatten das Fahrzeug in der Nähe einer U-Bahn-Station abgestellt. Fernsehbilder zeigten eine schwarze Rauchsäule über dem Stadtteil. Die Polizei spricht von 18 leicht verletzten Opfern. Eine Person war von umherfliegenden Glassplittern getroffen worden. Die Bombe sei in einem Transporter deponiert gewesen, der in der Nacht zum Mittwoch gestohlen wurde.
Der spanische Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero sagte am Mittwoch, dass es für die Eta keine andere Zukunft geben könne als «ihre Waffen niederzulegen und sich aufzulösen». Zapateros Regierung hatte am 13. Mai einen Antrag ins Parlament eingebracht, der bei einem Gewaltverzicht der Eta Verhandlungen vorsieht. Obwohl zwei Tage später die Anschläge auf die Industrieanlagen verübt wurden, stimmte das Parlament dem Antrag am 17. Mai zu. (nz)

