21.04.2005
Herausgeber: netzeitung.de
José Manuel Barroso
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
EU-Kommissionspräsident Barroso hat laut Medienberichten mehrmals umsonst Ferien auf der Yacht eines griechischen Multimilliardärs gemacht.
Der Präsident der EU-Kommission, José Manuel Barroso, hat sich mehrmals von einem reichen Freund zu luxuriösen Urlauben einladen lassen. Die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, Barroso habe sich nicht nur, wie bereits bekannt, im August 2004, sondern auch im Sommer davor mit seiner Familie von dem griechischen Multimilliardär Spiros Latsis zu kostenlosen Ferien auf eine Luxusyacht einladen lassen.
Barroso besteht trotz aller Kritik darauf, persönlich die Federführung bei EU-Beschlüssen zu behalten, von denen Latsis' Unternehmensgruppe direkt betroffen ist. Dazu zählt die Entscheidung, ob Schifffahrtsunternehmen weiter eng zusammenarbeiten und Preise absprechen dürfen.
«Keinen Interessenkonflikt»Barroso werde weiter in der Sache entscheiden, weil es «keinen Interessenkonflikt gebe», wird in dem Bericht eine Sprecherin Barrosos zitiert. Barroso stehe dem Parlament für Fragen zur Verfügung.
Bereits in seiner Amtszeit als portugiesischer Ministerpräsident war Barroso wegen der Verquickung von Amt und Privatleben kritisiert worden. Er ließ sich mehrmals von dem Unternehmer Joao Pereira Coutinho auf dessen private Insel vor Brasilien einladen, unter anderem zum Jahreswechsel 2002/2003.
Damals flogen Barroso und seine Familie mit Coutinhos Privatjet auf die Insel. Wenige Wochenspäter wurde Coutinhos Bruder am Verkauf eines Riesenareals staatlichen Baulands in Lissabon beteiligt. (nz)