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WHO: Grippeviren zum Großteil zerstört

15. Apr 2005 14:24, ergänzt 14:35
Verschickte die Viren: Meridian Bioscience in Newton (Ohio)
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Nach der Versendung tödlicher Grippe-Erreger an mehrere tausend Labore weltweit haben über 2000 betroffene Einrichtungen die Vernichtung der Viren bestätigt. Mitarbeiter wurden nicht infiziert.

Zwei Drittel der Proben mit dem gefährlichen Grippevirus A/H2N2, die versehentlich an Labors weltweit versendet worden waren, sind inzwischen zerstört, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit.

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  • Mehr als 1.300 Labors hätten die Vernichtung der Viren jedoch noch nicht bestätigt. Von etwa 300 Forschungseinrichtungen gebe es noch keine Information, hieß es weiter.

    Von zwei Sendungen nach Mexiko und den Libanon fehle jede Spur. Deutschland habe die Zerstörung aller Viren in seinen sechs betroffenen Laboren gemeldet.

    Vor einer Woche hatte die amerikanische Firma College of American Pathologists (CAP) die Labors aufgefordert, die Viren zu vernichten.

    Das Virus A/H2N2 war von CAP im Oktober vom privaten Labor Meridian Bioscience irrtümlich an mehr als 3.700 Forschungseinrichtungen weltweit verschickt worden. Das Grippevirus ähnelt dem H2N2-Virus, das 1957/58 die so genannte Asiatische Grippe ausgelöst hatte.

    Rund vier Millionen Menschen waren in den 50er Jahren weltweit daran gestorben. Die Organisation vermutet, dass nach 1968 Geborene keine oder nur sehr geringe natürliche Abwehrmechanismen gegen H2N2 besitzen.

    Hielten sich die Labors bei der Zerstörung an alle Sicherheitsanweisungen, sei das Risiko für die Bevölkerung gering, so die WHO. Labormitarbeiter seien noch nicht infiziert worden. (nz)

     
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