27.02.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Atomanlage Buschehr
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Iran und Russland haben ein Atomabkommen unterzeichnet. Moskau unterläuft damit die Iran-Politik der USA. Thema: Atomstreit mit Iran Atombomben-Bau seit den 80ern im Iran möglich Iran will nicht mit den USA verhandeln Bush lobt nach Treffen Putins Bekenntnis zur Demokratie in Russland
Russland hat ein Abkommen zur Lieferung von Brennstäben für das erste iranische Atomkraftwerk unterzeichnet. Der iranische Vizepräsident Gholamresa Aghasadeh und der Chef der russischen Atomenergiebehörde, Alexander Rumjantsew, unterschrieben das seit langem geplante Abkommen am Sonntag im Atomkraftwerk Buschehr im Süden des Landes.
Ursprünglich hatte die Unterzeichnung am Samstag in Teheran erfolgen sollen, wurde aber wegen Differenzen um einen Tag verschoben und nach Buschehr verlegt, wo russische Techniker seit zehn Jahren an der Fertigstellung eines Atomkraftwerks arbeiten.
USA gegen LieferungRussland unterläuft mit dem Abkommen die Iran-Politik der USA, die die geplanten Lieferung von Brennstäben wiederholt kritisiert hatten, weil sie befürchten, dass Teheran das Nuklearmaterial zur Herstellung von Atomwaffen missbrauchen könnte.
Das Abkommen regelt in drei Teilabkommen die Lieferung und die Wiederaufarbeitung von Brennstäben sowie die Rücknahme und Endlagerung von Atommüll. Der Iran hat außerdem der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zugesagt, dass sie Inspektoren zur Überwachung des Atomkraftwerks nach Buschehr entsenden darf. (nz)