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Lupe Georgischer Ministerpräsident Schwania ist tot

In der Wohnung eines Freundes ist die Leiche von Surab Schwania, des georgischen Ministerpräsidenten, gefunden worden. Er starb vermutlich an einer Gasvergiftung.

Der georgische Ministerpräsident Surab Schwania ist tot. Er wurde am heutigen Donnerstagmorgen leblos in der Wohnung seines Freundes Usupows gefunden. Als wahrscheinliche Todesursache nannte Innenminister Wano Merabischwili ein Loch in einer Gasleitung der Wohnung. Die Polizei schließt Mord aus.

Wie die Gaswerke in Tbilissi mitteilten, wurde in der Wohnung eine erhöhte Gaskonzentration festgestellt. Vor zwei Tagen war dort eine neue Gasheizung installiert worden - ein Herd «iranischer Bauart», wie die Gaswerke mitteilten.

Schwania hatte die Wohnung seines Freundes, der stellvertretender Gouverneur der Region Kvemo Kartli war, gegen Mitternacht betreten. Seine Leibwächter warteten draußen. Als sie keine Lebenszeichen mehr vernahmen, brachen sie gegen 5:30 Uhr Wohnung auf. Dort fanden sie die Leichen Schwanias und Usupows.

Swania wurde auf einem Stuhl im Wohnzimmer vor auf einem aufgeklappten Backgammon-Spiel gefunden, sein Freund in der Küche.

«Es war ein Unfall, eine Gasvergiftung», sagte Merabischwili einem georgischen Radiosender.

Enger Freund Saakaschwilis
Schwania war 41 Jahre alt. Er gehörte der Oppositionsbewegung an, die Präsident Eduard Schewardnadse nach der offenbar manipulierten Wahl im November 2003 mit wochenlangen Massenprotesten aus dem Amt trieb. In den 90er Jahren hatte er Schewarndadse noch unterstützt - 2001 aber brach er mit ihm und entwickelte sich zu einem seiner schärfsten Kritiker.

Schewardnadse-Nachfolger Michail Saakaschwili, der die so genannte Rosen-Revolution angeführt hatte, ernannte Schwania vor einem Jahr zum Regierungschef Georgiens. Seitdem galt Schwania als wichtigster Ideengeber für die georgische Politik unter Saakaschwili und als Garant der Stabilität der Regierung.

Saakaschwili nannte Schwania nach dessen Tod eiinen «großen Patrioten». Er selbst habe seinen «allernächsten Freund» verloren, sagte Saakaschwili bei einer Sondersitzung der georgischen Regierung. (nz)