Um diesem Problem Herr zu werden, hat die Regierung die Zahl der Arbeitserlaubnisse für Ausländer drastisch reduziert. Zusätzlich ist geplant Millionen von Dollars in die berufliche Ausbildung der Bevölkerung und den Ausbau von Universitäten zu investieren. Außerdem bekommen Unternehmen Förderungen für jede saudische Arbeitskraft, die sie einstellen. Zur Zeit arbeiten 8,8 Millionen Ausländer in Saudi Arabien. Sie verrichten Tätigkeiten, für welche die Saudis nicht ausgebildet sind oder welche sie aus traditionellen Gründen nicht ausüben wollen. Für zahlreiche Einheimische war und ist es noch immer nicht vorstellbar, als Reinigungspersonal zu arbeiten. Der Großteil dieser so genannten «niederen Berufe» wird von Filipinos, Indern oder Pakistanern ausgeübt.
Nachholbedarf besteht auch im technischen Bereich. Weil in den 1990er Jahren wenig Geld aus der Ölindustrie in die Staatskassen floss, wurde wenig bis gar nichts in die Ausbildung des Bevölkerung investiert. An den Universitäten waren nur «billige» geisteswissenschaftliche Studienrichtungen wie Islamwissenschaft, Arabistik oder Geografie angeboten worden. Erst jetzt werden vermehrt technische Wissenschaften wie Informatik unterstützt und gefördert. (nz)