05.08.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Mijailo Mijailovic
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Kurz nach der Einweisung des Lindh-Mörders in eine psychiatrische Klinik in Schweden hat die dortige Staatsanwaltschaft angekündigt, den Fall neu aufrollen zu wollen.
Die schwedische Staatsanwaltschaft will den Mordfall Anna Lindh vor den Obersten Gerichtshof bringen. Generalstaatsanwalt Fredrik Wersäll sagte am Donnerstag, er werde Rechtsmittel gegen das Urteil des Berufungsgerichts vom Juli dieses Jahres einlegen.
Das Stockholmer Gericht hatte den Mörder der schwedischen Außenministerin, Mijailo Mijailovic, in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Die in erster Instanz verhängte lebenslange Haftstrafe wurde aufgehoben. Zur Begründung hieß es, Mijailovic sei «eine traumatisierte Person mit ernsthaften psychologischen Problemen».
Der 25-Jährige hatte zugegeben, Lindh im September vergangenen Jahres in einem Kaufhaus niedergestochen zu haben. Er sagte, er habe Stimmen gehört, die ihn zu der Tat getrieben hätten. (nz)