30.07.2004
Herausgeber: netzeitung.de
Papst kritisiert den Feminismus
In einem 37-seitigen Brief hat Papst Johannes Paul II. den Feminismus scharf angegriffen. Dieser wolle den biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau abschaffen, schreibt er.
Papst Johannes Paul II. hat sich mit scharfen Worten gegen den Feminismus ausgesprochen. In einem «Brief über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Weltkirche» wirft der Vatikan dem Feminismus vor «die biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau abzuschaffen», zitiert die «Bild»-Zeitung aus dem Schreiben. Es soll am Samstag in Rom veröffentlicht werden.
Das 37-seitige Papier wurde von einer von Kardinal Joseph Ratzinger geleiteten Glaubenkongregation verfasst. Darin richtet sich der Papst auch gegen die gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Er erinnert daran, Gott habe «eine christliche Ehe gewollt, eine Ehe zwischen einem Mann und einer Frau, die sich gegenseitig ergänzen sollen» und nicht eine Ehe zwischen Gleichgeschlechtlichen.
Er appelliert zudem an die Regierungen, «Bedingungen zu schaffen, die dazu führen, dass Frauen ihre Pflichten in der Familie nicht vernachlässigen müssen, wenn sie einem Job nachgehen». (nz)