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Lupe Algeriens Präsident tritt zweite Amtszeit an

Der algerische Staatschef Bouteflika hat zum zweiten Mal seinen Amtseid abgelegt. Er hatte die Präsidentschaftswahl vor elf Tagen eindeutig für sich entscheiden können.

Eineinhalb Wochen nach seiner Wiederwahl ist der algerische Präsident Abdelaziz Bouteflika am Montag zu einer zweiten Amtszeit vereidigt worden. In einer anschließenden Rede kündigte der alte und neue Staatschef an, er wolle die Abhängigkeit Algeriens von Erdgasexporten verringern und die Privatisierung der weitgehend verstaatlichten Wirtschaft vorantreiben.

Bouteflika hatte die Präsidentschaftswahl am 8. April mit rund 84 Prozent der Stimmen deutlich gewonnen. Nach Ansicht internationaler Beobachter war diese Wahl die fairste seit langem in Algerien, in dem seit Erringung der Unabhängigkeit 1963 die Einheitspartei FLN an der Macht ist.
Bürgerkrieg gegen Islamisten eingedämmt
In seiner ersten Amtszeit seit 1999 war es Bouteflika gelungen, den im Lande tobenden Bürgerkrieg zwischen Armee und islamistischen Kräften weitgehend einzudämmen. Dies wurde von den Wählern honoriert: Sie gaben Bouteflikas Gegenkandidatem Ali Benflis, Ex-Regierungschef und FLN-Vorsitzender, keine Chance.

Dagegen hat sich die schlechte Wirtschaftslage im Land kaum gebessert. Die verstaatlichten Unternehmen sind ineffizient und zudem einseitig auf den Export von Erdgas ausgerichtet. Fast die gesamten Deviseneinnahmen des Landes entspringen der Ausfuhr des Brennstoffs. (nz)