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Lupe Kosovo-Albaner zünden 14 serbische Kirchen an

Bei den Unruhen in Kosovo haben Albaner 14 orthodoxe Gotteshäuser und Klöster in Brand gesteckt. Die Zahl der Opfer stieg auf 31. Das UN-Personal in Kosovska Mitrovica wurde evakuiert.

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern in der südserbischen Provinz Kosovo sind 14 serbisch-orthodoxe Kirchen und Klöster in Brand gesteckt worden. Die meist Jahrhunderte alten Bauwerke seien von aufgebrachten Albanern angezündet worden, zitierte die Nachrichtenagentur Beta am Donnerstag eine Erklärung des Klerus.

In der Stadt Prizren seien alle serbischen Kirchenbauten ein Raub der Flammen geworden, darunter die im 11. Jahrhundert erbaute Kirche Bogorodica Ljeviska. UN-Polizisten und Soldaten der KFOR-Friedenstruppe trieben am Abend in Pristina Albaner auseinander, die Feuer an eine der dortigen Kirchen legen wollten.
Nato-Kommandeur: Unruhen sind organisiert
Die seit zwei Tagen anhaltenden könnten systematisch organisiert worden sein, vermutete der Nato-Oberbefehlshaber für Südosteuropa, Admiral Gregory Johnson, in Pristina. Nach jüngsten UN-Angaben sind bei den Zusammenstößen bislang mindestens 31 Menschen gestorben.

Mehr als 500 weitere seien verletzt worden, sagte eine Sprecherin der UN-Mission in Kosovo. Aus der Stadt Kosovska Mitrovica, wo die Unruhen am Mittwoch begannen, hat die KFOR-Truppe am Donnerstagabend das UN-Personal in Sicherheit gebracht.

Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats
Am Abend beriet auch der Weltsicherheitsrat in New York in einer Dringlichkeitssitzung über die Lage in Kosovo. Daran nahm auch Bundesaußenminister Joschka Fischer teil.

Er rief die Führer der Serben und Albaner in Kosovo auf, alles zu unternehmen, um den Zusammenbruch der Zivilgesellschaft in der unter UN-Verwaltung stehenden südserbischen Provinz zu verhindern. «Wir erwarten von ihnen, dass sie sich nicht nur gegen Gewalt aussprechen, sondern auch die interethnische Verständigung fördern», sagte Fischer. (nz)