netzeitung.deRebellen drohen mit Marsch auf Port-au-Prince

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Rebellenführer Guy Philipp (Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Rebellenführer Guy Philipp
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Rebellen in Haiti haben den baldigen Vormarsch auf die Hauptstadt Port-au-Prince angekündigt, wenn Präsident Aristide nicht zurücktritt. Die Uno berief eine Dringlichkeitssitzung sein.

Der Kommandeur der Aufständischen in Haiti, Guy Philippe, hat die Bereitschaft der Rebellen betont, die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince einzunehmen. Die Stadt sei von Aufständischen umzingelt, sagte er dem Radio-Sender 2000. «Es wird bald vorbei sein». Wie ernst es mit dieser Ankündigung ist, ist aber noch unklar. Kurz zuvor hatte Philippe noch erklärt, er wolle dem Frieden eine letzte Chance geben. Sollte Präsident Jean-Bertrand Aristide zurücktreten, würden die Rebellen die Waffen niederlegen. Am Mittwoch hatten die Aufständischen auch die Schildkröteninsel im Norden des Landes eingenommen. Sie kontrollieren nun etwa 50 Prozent des Landes.

Der UN-Sicherheitsrat rief angesichts der dramatischen Lage für Donnerstag eine Dringlichkeitssitzung ein. In einer Stellungnahme verurteilte der Sicherheitsrat die anhaltende Gewalt. Er bedauerte, dass die Opposition den internationalen Friedensplan nicht angenommen hat. Dieser sei die «beste Möglichkeit», die Krise «friedlich, demokratisch und gemäß der Verfassung» beizulegen.

Die USA bereiten sich unterdessen auf einen Ansturm haitianischer Flüchtlinge vor, die jedoch nicht ins Land gelassen werden sollen. Am Donnerstag wurde vor Miami Beach bereits ein Frachtschiff mit 21 Flüchtlingen und sieben Besatzungsmitgliedern abgefangen. (nz)