Tot im All
19.02.2004
Herausgeber: netzeitung.de
«Mit einer Weltraumbestattung kann man das Urverlangen, den Weltraum zu erkunden, stillen», sagte Robert Tysor, der Geschäftsführer der Weltraumtotengräber. Angeboten wird, entweder ein Gramm oder sieben Gramm Asche als symbolischen Teil des Toten in eine Umlaufbahn zu schießen.
In kleinen Aluminiumkapseln «mit persönlicher Aufschrift» reist der Tote zusammen mit anderen ins All. Je nach Höhe bleiben die Satelliten mit den Urnen monate- oder jahrelang im Orbit, bevor sie wieder in die Atmosphäre eintreten und verglühen.
Wem die Umlaufbahn nicht weit genug ist, der kann auch eine Reise in die Tiefen des Alls oder auf den Mond buchen, in Taiwan müssen 16.000 Dollar bezahlt werden, dann kehrt die Asche nie mehr zur Erde zurück.
Yeh Feng Chian, der Manager des taiwanesischen Bestattungsunternehmens, das den Vertrag mit Celestis abgeschlossen hat, sagte: «Immer wenn der Mond aufgeht, kann man dann hinauf in den Himmel sehen und der Toten gedenken.» (nz)

