08. Jan 2004 15:01
Der Antisemitismusstreit zwischen EU-Kommissionschef Prodi und hohen Funktionären jüdischer Organisationen íst beendet. Die EU nimmt die unterbrochene Vorbereitung einer gemeinsamen Konferenz wieder auf.
Hintergrund des Streits waren Antisemitismus-Vowürfe gegen die EU-Kommission. JWC-Präsident Edgar Bronfman und der Präsident des Jüdischen Europakongresses, Coby Benatoff, warfen in einem am Montag von der «Financial Times» veröffentlichten Brief der Kommission vor, den Antisemitismus zu fördern. Prodi wies die Vorwürfe als verleumderisch zurück und setzte die Vorbereitungen für ein im Februar geplantes Seminar über Antisemitismus aus. Nach dem Gespräch mit Singer setzte die EU-Kommission die Planungen für die Veranstaltungen wieder fort. Das Seminar soll sich mit der Zunahme antisemitischer Vorfälle in Europa befassen. (nz)