netzeitung.deEU und Jüdischer Weltkongress legen Streit bei

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Der Antisemitismusstreit zwischen EU-Kommissionschef Prodi und hohen Funktionären jüdischer Organisationen íst beendet. Die EU nimmt die unterbrochene Vorbereitung einer gemeinsamen Konferenz wieder auf.

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi und der Jüdische Weltkongress (JWC) haben am Donnerstag ihren Antisemitismus-Streit beigelegt. «Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Institutionen ist auf der Grundlage eines festen gegenseitigen Vertrauens wieder hergestellt», sagte Prodi in Brüssel nach einer Unterredung mit JWC-Vorstandsmitglied Israel Singer.

Hintergrund des Streits waren Antisemitismus-Vowürfe gegen die EU-Kommission. JWC-Präsident Edgar Bronfman und der Präsident des Jüdischen Europakongresses, Coby Benatoff, warfen in einem am Montag von der «Financial Times» veröffentlichten Brief der Kommission vor, den Antisemitismus zu fördern.

Prodi wies die Vorwürfe als verleumderisch zurück und setzte die Vorbereitungen für ein im Februar geplantes Seminar über Antisemitismus aus. Nach dem Gespräch mit Singer setzte die EU-Kommission die Planungen für die Veranstaltungen wieder fort. Das Seminar soll sich mit der Zunahme antisemitischer Vorfälle in Europa befassen. (nz)