netzeitung.dePentagon verkaufte Material zur Biowaffen-Produktion im Internet

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Das Pentagon hat Medienberichten zufolge Material zur Herstellung von B-Waffen im Internet angeboten. Der Rechnungshof kritisiert, das Material sei womöglich schon in falsche Hände geraten.

Das US-Verteidigungsministerium hat Ausrüstung zum Aufbau eines Labors für Biowaffenproduktion zu Schnäppchenpreisen der Öffentlichkeit angeboten, berichtet CNN unter Berufung auf einen Bericht des amerikanischen Obersten Rechnungshofs. Auf der Internetseite des Pentagon wurden demnach gebrauchte Zentrifugen, Bakterien-Brutkästen, Schutzanzüge und Verdampfer angeboten.

«Die unkontrollierte Verfügbarkeit von billigem Material zur Biowaffenproduktion ist ein Risiko für die nationale Sicherheit», sagte Christopher Shays, Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit. «Das Verteidigungsministerium sollte kein billiger Absatzmarkt für Möchtegern-Terroristen sein.»

Internetverkäufe nicht überwacht
Unter Angabe eines falschen Firmennamens hatte der Rechnungshof für lediglich 4100 Dollar Material im Wert von 46.000 Dollar (39.000 Euro) eingekauft. Das Pentagon interessierte sich weder für die Identität der Käufer noch für den Gebrauchszweck des veräußerten Materials, berichtet der US-Sender ABC.

«Es ist ungewiss, ob verkauftes Material in falsche Hände geraten ist», so ein Mitglied des Unterausschusses für nationale Sicherheit gegenüber CNN. Bei der heute stattfindenden Anhörung werden weitere Aussagen des Verteidigungsministeriums, von Ermittlern der Rechnungsprüfungsbehörde und Biowaffen-Experten erwartet. (nz)