14. Sep 2003 20:16, ergänzt 15. Sep 2003 07:31
Die Schweden wollen die Krone als Währung behalten. Nach dem vorläufigen Endergebnis der Euro-Abstimmung stimmten mehr als die Hälfte der Schweden gegen die Einführung der europäischen Währung.
Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson hat am Sonntagabend eingeräumt, dass die Mehrheit der Schweden gegen eine Einführung des Euro gestimmt hat. In einer kurzen Ansprache bedauerte er die Entscheidung. Wenig später wurde in der Nacht zu Montag das Endergebnis veröffentlicht: Demnach votierten 56,1 Prozent der Schweden gegen den Euro und nur 41,8 Prozent dafür. Damit blieben die Schweden auch nach dem Attentat auf die Außenministerin und Euro-Befürworterin Anna Lindh bei ihrer mehrheitlichen Ablehnung der Gemeinschaftswährung.
Persson, dessen Regierung sich für die Gemeinschaftswährung ausgesprochen hatte, gestand die Niederlage ein. Man habe die letzten Meinungsumfragen wohl zu optimistisch interpretiert, sagte er. «Ich kann nur feststellen, dass das Ergebnis sehr klar ist und die Beteiligung sehr hoch war.» Die Volksabstimmung fand unter dem Eindruck des Attentats auf Außenmininisterin Anna Lindh statt. Sie war eine engagierte Befürworterin des Wechsels von der schwedischen Krone zum Euro.
Rund 7,1 Millionen Schweden und in Schweden lebende Ausländer waren zum Euro-Referendum aufgerufen. Die Wahllokale schlossen um 20.00 Uhr; mit dem vorläufigen Endergebnis wurde gegen 21.30 Uhr gerechnet. Das Ergebnis der Abstimmung ist rechtlich nicht bindend. Es wird aber damit gerechnet, dass sich die Regierung an das Votum hält. (nz)