Homosexueller wird Bischof in den USA
Der Geistliche war bereits Anfang Juni gewählt worden. Am Montag muss nun noch der Bischofsrat die Personalie bestätigen, seine Zustimmung gilt als wahrscheinlich.
Innerhalb der anglikanischen Kirche war Robinsons Kandidatur höchst umstritten. 24 konservative Bischöfe hatten damit gedroht, sich im Falle seiner Wahl von der Episkopalkirche zu lösen.
Die anglikanische Kirche in den USA ist im Umgang mit Homosexualität liberaler als ihre Schwesterkirchen in Großbritannien und anderen Ländern. In Großbritannien, wo die anglikanische Kirche Staatskirche ist, musste der Theologe Jeffrey John im Juli seine Kandidatur zurückziehen. Gegen den Homosexuellen hatte es zuvor heftige Proteste gegeben.
In den USA hat die Episkopalkirche etwa 2,1 Millionen Mitglieder. Sie ist damit die zehntgrößte protestantische Konfession in den Vereinigten Staaten. (nz)

