netzeitung.deGeorge W. Bush zieht ins Weiße Haus ein

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Der Republikaner George W. Bush ist zum neuen US-Präsidenten gewählt worden. Bei den spannendsten US-Präsidentschaftswahlen seit 1968 erhielt der texanische Gouverneur 50 Prozent der Stimmen und insgesamt 271 Wahlmännerstimmen.

WASHINGTON/BERLIN. Bei einem dramatischen Wahlabend sorgte schließlich Florida für die Entscheidung. Dort gewann Bush die entscheidenden 25 Wahlmännerstimmen. Insgesamt gewann George W. Bush in 30 Staaten die Mehrheit der Stimmen.

Sein Gegner auf Seiten der Demokraten, Vizepräsident Al Gore konnte zwar in zahlreichen bevölkerungsreichen Staaten wie Kalifornien, Michigan und Pennsylvania gewinnen, konnte aber letztlich nur 19 Staaten erobern. Insgesamt stimmten rund 48 Prozent der Amerikaner für Gore.

Beide Kandidaten lieferten sich ein spannendes Wettrennen um die Gunst der Wähler. Wechselweise Bush und Gore lagen den ganzen Abend an der Spitze der Hochrechnungen.

Für Verwirrung sorgte eine Prognose der großen amerikanischen Fernsehsender. Sie hatten am frühen Abend gemeldet, Florida habe mehrheitlich für Gore gestimmt. Dies musste im Laufe des Abends wieder zurückgezogen werden.

Nach Wahlmännerstimmen war es das knappste Rennen seit mindestens 1916. Damals hatte Amtsinhaber Woodrow Wilson seinen Herausforderer Charles Evans Hughes mit 277 zu 254 Elektoren besiegt. Erstmals seit nahezu 50 Jahren werde die republikanische Partei sowohl im Weißen Haus als auch in beiden Häusern des US-Kongresses herrschen, prognostizierte der US-Sender CNN.(nz)