netzeitung.deExistenzgründer werden in Deutschland rarer

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Nicht jeder hält so lange durch und wird so reich: Microsoft-Gründer Bill Gates (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht jeder hält so lange durch und wird so reich: Microsoft-Gründer Bill Gates
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Deutsche wollten im vergangenen Jahr deutlich seltener eine neue Firma gründen. Die staatliche Förderung sei zu niedrig, meinen Experten.

Der Boom bei Existenzgründungen und Ich-AGs in Deutschland ist zu Ende: Wegen der geänderten staatlichen Förderung seit dem 1. August 2006 ging die Zahl der neugegründeten Klein- und Nebenerwerbsbetriebe im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 576.100 zurück, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

In den Vorjahren waren dagegen noch zweistellige Zuwachsraten verbucht worden, 2003 und 2004 stiegen die Zahlen jeweils um ein Viertel gegenüber dem Vorjahr. «Es gibt weniger Geld vom Staat, was viele Leute von einer Betriebsgründung abhält», sagte eine Statistikerin.

Nach dem Gründungsboom der letzten Jahre wurden Klein- und Nebenerwerbsbetriebe auch wieder häufiger dicht gemacht. Rund 439.000 frisch gebackene Unternehmer gaben im vergangenen Jahr ihr Geschäft wieder auf. Das waren 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Insgesamt meldeten im vergangenen Jahr nur noch 882.000 Menschen ein Gewerbe an. Das waren 1,5 Prozent weniger als 2005. Bei großen Betrieben wurden 162.000 neugegründete Firmen gezählt, ein Minus von 5,2 Prozent. Das Bundesamt erfasst nicht nur die Gründung eines Gewerbebetriebes, sondern auch Verlagerung, Umwandlung oder Übernahme. So wurden mehr Zuzüge und Firmenumwandlungen verbucht. (dpa)