07.03.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Trotz «hervorragender» Förderung sind Firmengründer in Deutschland selten: Zu groß ist die Angst vor dem Scheitern.
Die Deutschen machen sich weitaus weniger häufig selbstständig als Bürger anderer Länder. Das geht aus der Landesauswertung des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) hervor. Die Gründe seien, dass die Bundesbürger die Chancen einer Existenzgründung pessimistisch einschätzen und Angst vor den Folgen eines möglichen Scheiterns haben. Die Studie wurde vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und dem Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Universität Hannover ausgewertet.
So ging der Anteil der Existenzgründer an den 18- bis 64-Jährigen in Deutschland 2006 weiter zurück. Inzwischen liegt die Gründungsbereitschaft der Bundesbürger auf Platz 34 von 42 untersuchten Ländern, teilen die Wissenschaftler mit. Häufig wagten die Deutschen nicht aus Unternehmergeist, sondern nur aus wirtschaftlicher Not heraus den Schritt in die Selbstständigkeit.
Allerdings ergab die Studie auch, dass die Förderung von Gründungen in Deutschland «hervorragend» sei: Bei der Frage nach der «Förderinfrastruktur» belegte Deutschland unter Experten den ersten Rang. In der internationalen Studie wurden mehr als 150.000 Bürger sowie rund 1300 Gründungsexperten befragt. (dpa)