netzeitung.deGründungsfirmen schaffen eine Million Jobs

 Herausgeber: netzeitung.de

Existenzgründerin bei der Arbeit (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Existenzgründerin bei der Arbeit
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

In 2005 ist die Zahl der Existenzgründungen gesunken. Dies sei auch auf den erschwerten Zugang zu Existenz- Fördermitteln der BA zurückzuführen, hieß es im KfW-Gründungsmonitor.

Obwohl im vergangenen Jahr die Zahl der Existenzgründer leicht zurückgegangen ist, sind durch neue Unternehmen rund eine Millionen Arbeitsplätze entstanden. Wie aus dem am Dienstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Gründungsmonitor 2006 der staatseigenen Förderbank KfW hervorgeht, haben in 2005 insgesamt 1,39 Millionen Personen eine selbstständige Tätigkeit aufgenommen. Das seien 40.000 weniger als noch in 2004.

Die Experten der KfW begründeten dies vor allem mit verschärften Zugangsbedingungen zu den Existenz- Förderprogrammen der Bundesagentur für Arbeit (BA). Bereits am Montag hatte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) berichtet, die Zahl der Unternehmensgründungen sei wegen der Einschränkungen bei den so genannten Ich-AGs zurückgegangen.

Trend zu kleinen Projekten
Laut KfW zählten zehn Prozent der Gründungsvorhaben im vergangenen Jahr zu den innovativen Projekten. Laut KfW gründen dabei Absolventen mit einem Fachschulabschluss mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit ein innovatives Unternehmen als Gründer mit einer Lehre.

Außerdem habe sich der Trend zu immer kleineren Projekten fortgesetzt, hieß es weiter. Demnach brauchten 32 Prozent aller Gründer keine eigenen oder fremden Mittel für die Verwirklichung ihres Projektes, weitere 55 Prozent benötigten lediglich bis zu 25.000 Euro. Den Experten zufolge erlaubt der Gründungsmonitor erstmals eine grobe Einschätzung der Beschäftigung in Unternehmens- Gründungen. So gebe es in den 2005 neu gegründeten Unternehmen rund ein Million Arbeitsplätze. (nz)