netzeitung.deNachhilfe ist ein Wachstumsmarkt für zukünftige Unternehmerinnen mit Kindern

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Die Schülerhilfe will weiter expandieren. Das Franchisemodell bietet dem Unternehmen zufolge besonders Frauen gute Chancen für die Selbstständigkeit.

Die ZGS Zentrale Gelsenkirchener Schülerhilfe GmbH will im Franchise-Verfahren um ein Drittel expandieren. Dabei ermutige das Unternehmen besonders Frauen, sich als Franchise-Partnerinnen in die Selbstständigkeit zu wagen, sagte Norbert Milte, Geschäftsführer der Schülerhilfe, am Mittwoch in Gelsenkirchen. «Seit über 20 Jahren arbeitet die Schülerhilfe mit Franchise-Partnerinnen zusammen, und unsere Erfahrungen sind durchweg positiv». Die Schülerhilfe gehört nach eigenen Angaben zu den führenden deutschen Nachhilfeinstituten.

Bei Franchise-Unternehmen erwirbt der künftige Unternehmer die Lizenz von einem bestehenden Unternehmen, um sich mit einem bekannten Geschäftskonzept und einer eingeführten Marke selbstständig zu machen. Über die Hälfte der derzeit 715 Franchise-Niederlassungen der Schülerhilfe werden laut Milte von Frauen geführt. Unter den insgesamt 316 Franchise-Nehmern stellten sie mit 176 Unternehmerinnen sogar die Mehrheit.

Frauen mit Kindern besonders gefragt
Die Nachhilfe biete als Wachstumsmarkt viele neue Existenzmöglichkeiten, sagte Milte. Das Unternehmen wolle daher mittelfristig um 285 Standorte wachsen. Die Franchise-Partner würden zusammen mit ihren Teams den schulischen Erfolg der betreuten Schüler unterstützten. Sobald die eigenen Kinder «aus dem Gröbsten hinaus» seien, stellen sich Milte zufolge viele Frauen die Frage, ob sich die Rückkehr ins Berufsleben «nicht mit einer eigenen Existenz verwirklichen» lasse.

Ein Franchisesystem biete durch das langjährig erprobte Konzept vielerlei Hilfestellung, so Milte. «Wiedereinsteigerinnen bietet dies die Chance, den Traum von der eigenen unternehmerischen Existenz erfolgreich in die Wirklichkeit umzusetzen.» Die Eröffnung einer neuen Schülerhilfe kostet nach Miltes Angaben etwa 15.000 bis 25.000 Euro. Welche Kosten darin enthalten seien, präzisierte Milte nicht.

Das Franchise-Konzept gilt vielen Neuunternehmern wegen seiner vergleichsweise niedrigen Kosten als ideale Lösung. Doch Experten raten, sich zuvor genau zu informieren. Sechs von sieben Anbietern verlangten pro Monat eine Pauschale oder einige Prozent des Umsatzes für laufende Dienstleistungen, Marktbeobachtung, Betriebsvergleiche, Rentabilitätsrechnungen und Schulungen. Zudem gelte der Vertrag in der Regel zunächst für fünf bis zehn Jahre – danach werde er oft nur um fünf Jahre oder gar nicht verlängert. (nz)