29.01.2010
Herausgeber: netzeitung.de
Der Business-Plan zeigt, ob der Gründer ausreichende Markt- und Wettbewerbs-Kenntnisse sowie kaufmännisches Wissen hat und ob seine Geschäftsidee wirklich ausgereift ist. Nicht zuletzt die Präsentation des Business-Plans muss auch überzeugen. Einen überzeugenden Business-Plan aufzustellen ist darum gar nicht so einfach.
Die folgende Übersicht, zeigt Ihnen, wie die Gliederung Ihres Business-Plans aussehen könnte.
Die GeschäftsideeDiesen Punkt führen Sie zwar zu Beginn Ihres Businessplans auf, Sie erarbeiten ihn aber am besten zum Schluss, wenn alle Detailfragen geklärt sind. Nennen Sie kurz und knapp Name, Rechtsform, Firmensitz, Geschäftsidee oder Zweck der Firma, Branche, knappe Produktbeschreibung oder Beschreibung der Dienstleistung, die Sie anbieten wollen. Auch Angaben zur Zielgruppe, zu Ihrem Markt und zur Qualität Ihrer Produkte führen Sie hier auf.
Umsetzung des GeschäftsplansHier beschreiben Sie Ihre Strategie, den mit Ihrem Vorhaben verbundenen finanziellen Aufwand und entwickeln den Zeitplan mit Meilensteinen.
Produkt oder Service-IdeeBeschreiben Sie Ihre konkreten Produkt- und Dienstleistungs-Angebote und nennen Sie vor allem besondere Eigenschaften wie spezielle Produkt- und Dienstleistungs-Merkmale, Preise, Qualität und Service. An welche Zielgruppen sich Ihr Angebot richtet, führen Sie hier auf. Wie unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz? Wie können Sie garantieren, dass Sie stets in gleichbleibender Qualität liefern? Wenn Sie ein Qualitäts-Zertifikat beispielsweise erreichen wollen - etwa nach der ISO-Norm - schreiben Sie dies hier ebenfalls auf.
Falls Sie eine Firma übernehmen, sich an einem Unternehmen aktiv beteiligen oder sich als Franchise-Nehmer selbstständig machen, beschreiben Sie zusätzlich die bisherige Geschichte und Entwicklung des Unternehmens. Zeigen Sie auf, worin die Erfolgsfaktoren in der Vergangenheit lagen und was sich mit Ihrem Engagement ändern wird.
Marketing-StrategieStellen Sie Ihr Marketingkonzept zusammen: Zielgruppendefinition, Produkt- und Sortimentspolitik, Preis- und Konditionspolitik, Vertriebs-Strategie, Kommunikations- und Servicepolitik nach dem Verkauf. Hier fließen zudem Angaben zur Kundenstruktur, zu Marktchancen und zur Konkurrenz ein.
Überlegen Sie, wie Ihre strategischen Ziele in Bezug auf Marktführerschaft, Marktanteil, Ertrag und Bekanntheit aussehen, welches hierbei Ihre Erfolgsfaktoren (Alleinstellungsmerkmale) sind und welche Bedeutung und Auswirkungen bestimmte Entwicklungen und Trends auf Ihre Unternehmensziele haben könnten. Wenn Sie mehrere Produkte oder Dienstleistungen anbieten wollen, sind diese strategischen Überlegungen für jeden Bereich zu konkretisieren.
PersonalplanungHier stellen Sie dar, mit welcher Mitarbeiterzahl Sie Ihr Unternehmen starten und in welchen Unternehmensbereichen die Mitarbeiter tätig sein werden. Auch Angaben zur mittelfristigen Personalentwicklung gehören hierher.
Persönliche DatenBei einer Neugründung beschreiben Sie hier Ihren persönlichen Werdegang und wie Sie zu Ihrer Unternehmensidee gekommen sind. Angaben zur Schul- und Berufsausbildung, zu akademischen Abschlüssen, zu kaufmännischen und Branchenkenntnissen, Berufs- und Führungserfahrung gehören hierher. Stellen Sie besonders Ihre persönlichen und unternehmerischen Stärken heraus. Wenn Sie sich mit Partnern selbstständig machen, gehören natürlich alle Lebensläufe hierhin.
FinanzplanungNeben den Planzahlen aus der Kosten-, Umsatz- und Rentabilitäts-Kalkulation stellen Sie hier dar, wie Sie Ihr Unternehmen finanzieren wollen, also in welcher Höhe Sie Eigenmittel zur Verfügung haben. Dies können neben Geld auch Computer und weitere betriebsnotwendige Güter sein. Sie führen außerdem die Investitionen an, die Sie fremdfinanzieren wollen und geben an, zu welchem Zeitpunkt die finanzielle Unterstützung nötig sein wird.
Investitionsplan: Erstellen Sie eine Liste Ihrer Gründungsinvestitionen. Sie enthält die Kosten aller Positionen, die für den Start in die Selbstständigkeit erforderlich sind. Diese können beispielsweise Räume, Lager, Maschinen, Fahrzeuge, Schulungskosten, Beratungskosten usw. sein. Achten Sie darauf, ob die einzelnen Investitionen zum Starttermin wirklich notwendig sind.
Kostenplan: Er enthält alle fixen Kosten unabhängig davon, ob Sie Umsatz erwirtschaften, und die variablen Kosten, die in Zusammenhang mit Ihren geschäftlichen Aktivitäten stehen.
Umsatzplan: Führen Sie hier Ihre Netto-Umsatzerwartungen ohne Mehrwertsteuer auf. Diese stellt nur einen Durchlaufposten dar, da Sie als Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen.
Rentabilitätsplan: Er ist Ihre erste Erfolgsrechnung, denn hier stellen Sie Ihre kalkulierten Kosten dem prognostizierten Umsatz gegenüber. Unter dem Strich steht also entweder ein Gewinn oder aber ein Verlust. Wenn Sie auf ein negatives Ergebnis kommen, rechnen Sie alle Teilpläne bitte noch einmal sorgfältig durch und modifizieren oder streichen Sie gegebenenfalls bestimmte Ausgaben, die Sie nicht als unbedingt notwendig erachten.
Liquiditätsplan: Er entspricht inhaltlich Ihrem Rentabilitätsplan. Die Einnahmen und Ausgaben werden hier jedoch in den Monaten eingetragen, in denen sie tatsächlich erwartet werden bzw. zur Zahlung fällig sind.
AnhangPlanbilanz
Plan-Gewinn- und Verlustrechnung (Übersicht und Details)
Kennzahlen (Rentabilität, Liquidität, Finanzstruktur)
Liquiditätsvorschau (1. Geschäftsjahr)
Liquiditätsvorschau (2. Geschäftsjahr)
Kapitalbedarfs- und Finanzierungsplan