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Wirtschaftsexperten fordern 50-Stunden-Woche
06. Jul 2004 07:57

Klaus Zimmermann
Foto: ddp
Um Arbeitsplätze zu retten, müssen die Deutschen nach Ansicht von Wirtschaftsexperten noch weit mehr als 40 Stunden in der Woche arbeiten. Vorübergehend solle die Arbeitszeit auf 50 Stunden erhöht werde.
 
Mehrere Wirtschaftsexperten haben sich für die zeitweise Einführung der 50-Stunden-Woche ausgesprochen. «Um Jobs zu sichern, müssen auch mal 50 Stunden pro Woche gearbeitet werden», sagte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, der «Bild»-Zeitung.

Mehr in der Netzeitung:
  • Arbeitgeber fordern Urlaubsverzicht 03. Jul 2004 12:17, ergänzt 14:32
  • Siemens-Arbeitnehmer sehen sich übervorteilt 01. Jul 2004 11:02
  • Auch der Chefvolkswirt der Commerzbank, Ulrich Ramm, sagte, auf diese Weise könnte verhindert werden, dass Unternehmen Jobs ins Ausland verlagerten. Wenn die wirtschaftliche Situation sich gebessert habe, könne auch wieder weniger gearbeitet werden.

    Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, forderte eine generelle Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Firmen sollten in diesem Rahmen die Möglichkeit erhalten, ihre Beschäftigten deutlich mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen, zitiert die Zeitung Hüther.

    Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger warnte dagegen im ARD-Wirtschaftsmagazin «Plusminus» davor, dass Lohnsenkungen eine Deflation auslösen könnten. Die Kaufkraft werde noch weiter zurückgehen, sagte er. Auf diese Weise säge man an dem Ast, auf dem man sitze. In Japan hätten Lohnsenkungen eine Krise ausgelöst, aus der das Land bis heute nicht wieder herausgekommen sei. (nz)



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