Ich-AG-Welle wird für die BA teuer22. Mai 2004 10:21, ergänzt 10:28
BA-Chef Frank-Jürgen Weise
Die Bundesagentur für Arbeit muss einem Medienbericht zufolge ihren Etat für die Zuschüsse zur Ich-AG aufstocken. Allerdings erhärtet sich der Verdacht, dass viele Existenzgründer nur auf die Förderung aus sind.
Die Existenzgründer-Variante «Ich-AG» wird für die Bundesagentur für Arbeit (BA) in diesem Jahr offenbar teurer als bislang geplant. Ursprünglich waren für die Zuschüsse, die Arbeitslose bekommen, wenn sie sich selbständig machen, im laufenden Haushalt 500 Millionen Euro eingeplant. Wie das Nachrichtenmagazin «Spiegel» am Samstag vorab ohne Angabe von Quellen berichtete, rechnet Agentur-Chef Frank-Jürgen Weise nun mit Ausgaben von rund 850 Millionen Euro.
Im vergangenen Jahr hatte die BA laut Medienberichten 268 Millionen Euro für Ich-AGs ausgegeben. Grund für die Etat-Erhöhung sei die unerwartet starke Nachfrage nach den Gründungshilfen, schreibt das Blatt. Von Januar bis April dieses Jahres seien bereits 49.000 Kleinstunternehmen gegründet worden.
Förderung könnte verpuffen
NULL=YES«Die Ich-AG ist eine der erfolgreichsten
Ideen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik»http://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/derneuearbeitsmarkt/286185.htmlNULL=YESImmer mehr Ich-AGs geben aufhttp://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/derneuearbeitsmarkt/282002.htmlNULL=YESSoziale Absicherung für Existenzgründerhttp://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/existenzgruendung/278966.htmlNULL=YESMehr Arbeitslose machten sich selbstständighttp://www.netzeitung.de/arbeitundberuf/existenzgruendung/277548.html
Die Existenzgründer werden im ersten Jahr monatlich mit 600 Euro, im zweiten Jahr mit 360 Euro und im dritten Jahr mit 240 Euro von der BA unterstützt. Bei der Förderung prüft die Bundesagentur in der Regel nicht das Geschäftskonzept der Gründer.
Wie der «Spiegel» schreibt, sind nach jüngsten Agentur-Statistiken in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits 14.000 Existenzgründer wieder ausgestiegen. Dies entspreche fast genau der Zahl der Neuanmeldungen von vor einem Jahr, heißt es in dem Bericht. (nz)