netzeitung.deImmer weniger Arbeitsplätze im Osten

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80 Prozent aller Jobs gibt es im Westen Deutschlands. In den ostdeutschen Bundesländern werden es in den kommenden Jahren noch weniger sein, so eine Prognose.

Der schwache Arbeitsmarkt wird nach Meinung eines Dortmunder Wirtschaftsforschers auch in Zukunft vor allem den Osten Deutschlands treffen. Die «Zeit» zitiert die Prognose des Dortmunder Wirtschaftsprofessors und Regionalforschers Franz-Josef Bade, nach der sich der Verlust von Arbeitsplätzen im Osten bis 2010 weiter beschleunigen wird.

Sämtliche Regionen dort müssten damit rechnen, dass sich die Erwerbstätigkeit «zum Teil weit unter dem Bundesdurchschnitt» entwickeln werde.

Bis 2010 wird demnach der Anteil, den die Ostdeutschen an allen Arbeitsplätzen in Deutschland haben, um rund neun Prozent sinken. Für die neuen Bundesländer sei damit der «weitere Abbau an Arbeitsplätzen ziemlich sicher», da es keinen gesamtdeutschen Aufschwung geben werde, der stark genug sei, dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Bade sieht von dieser Entwicklung die Region Oberlausitz-Niederschlesien im Süden Brandenburgs bzw. Sachsen am härtesten getroffen. Der bisherige Anteil, den sie an allen Arbeitsplätzen des Landes habe, wird nach seiner Meinung um 20 Prozent sinken. Ähnlich große Verluste befürchtet er auch für die Regionen Lausitz-Spreewald und Halle.

In Westdeutschland beobachtet er einen gegenläufigen Trend. Bis 2010 wird dort der Anteil an der Erwerbstätigkeit von 80,3 auf 82,1 Prozent steigen. (nz)