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Bilanz einer Reform: 

Hartz IV brachte 1,7 Millionen Menschen Jobs

07. Apr 2008 14:28
Der Gang zur Behörde bleibt einigen erspart
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Die offizielle Statistik fällt positiv aus: Drei Jahre nach der Änderung des Sozialgesetzbuches ist die Zahl der Arbeitslosen deutlich zurückgegangen.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist infolge der Hartz-IV-Reform um 1,7 Millionen auf 3,5 Millionen zurückgegangen. Das Bundesarbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit (BA) und der Deutsche Städtetag zogen am Montag eine positive Bilanz des zum 1. Januar 2005 in Kraft getretenen neuen Sozialgesetzbuches II.

«Die Zusammenlegung der früheren Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe zur Grundsicherung für Arbeitsuchende ist erfolgreich», hieß es in einer Erklärung. Allein die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei in den vergangenen zwei Jahren von knapp 3 Millionen auf 2,3 Millionen gesunken. Staatssekretär Detlef Scheele betonte, mit der Einführung der Grundsicherung habe sich der Bund zu seiner Verantwortung für die Finanzierung der Langzeitarbeitslosigkeit bekannt und ein System für einen gerechten Ausgleich zwischen Regionen mit hoher und niedriger Arbeitslosigkeit geschaffen. Daran dürfe sich auch nach der vom Bundesverfassungsgericht vorgegebenen Umstrukturierung der Arbeitsgemeinschaften in kooperative Jobcenter nichts ändern.

BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt erklärte, die gute Zusammenarbeit der Kommunen mit der Bundesagentur zeige endlich zählbare Resultate. Die größten Erfolge sieht Alt im Bereich der Jugendlichen. Dies zeige sich nicht nur in steigenden Integrations- und Aktivierungsquoten, sondern auch durch eine verbesserte Förderstruktur und dichter vernetzte Integrationsansätze.

Nach Angaben des Hauptgeschäftsführers des Deutschen Städtetages, Stephan Articus, sind Aufbau und Konsolidierung verlässlicher Hilfen für Langzeitarbeitslose und ihre Familien nach einigen Anlaufschwierigkeiten gelungen. «Jetzt gilt es, für die betroffenen Menschen das Erreichte zu sichern und die Leistungsfähigkeit des Systems weiter zu verbessern», sagte Articus. Die Bürger erwarteten zu Recht, dass Leistungen unbürokratisch gewährt würden und gut aufeinander abgestimmt seien. (dpa)


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