31. Mrz 2008 13:20
Was ist das Schlimmste, was ein Bewerber bei einem Job-Interview tun kann? Einschlafen? Verschwinden? Eine Zigarette anzünden? All das ist noch harmlos gegenüber dem, was manche Personalchefs erlebt haben.
Der erste Eindruck zählt – diese alte Weisheit bewahrheitet sich bei Bewerbungsgesprächen immer wieder. Zwar gibt es inzwischen zahllose Bewerbungsratgeber, Coaching-Agenturen und Internetseiten, die Berufsein- und umsteigern bei der Jobsuche helfen und auf das alles entscheidende Gespräch vorbereiten wollen. Aber scheinbar gibt es immer noch viele Jobaspiranten, die noch nie damit in Berührung gekommen sind.Anders kann man die Ergebnisse einer Erhebung des Jobportals CareerBuilder.de kaum deuten. Die Vermittler haben sich bei 269 Managern und Personalexperten über das Verhalten von Jobsuchenden erkundigt. Und was die in so manchem Bewerbungsgespräch erlebt haben, klingt wie eine neue Folge der Büro-Satire «Stromberg».
Hier die Liste mit den zehn peinlichsten Fehlern:
1. Der Bewerber brachte seine Mutter zum Gespräch mit - der Bewerber war 43 Jahre alt.
2. Der Bewerber flüchtete auf die Toilette und kam nie zurück.
3. Der Bewerber bat den Gesprächsführer, sich zu beeilen, da er keine Zeit für ein langes Bewerbungsgespräch habe.
Profi-Tipps für ein erfolgreiches Interview:Machen Sie Ihre Hausaufgaben
Nichts zeugt so sehr von Desinteresse wie ein schlecht informierter Bewerber. Heutzutage ist es einfacher als je zuvor, Informationen über ein Unternehmen und seine geschäftlichen Aktivitäten zu finden. Bewerber, die diese Möglichkeit nicht nutzen, werden schnell als faul, unmotiviert oder desinteressiert abgestempelt.
Werden Sie nicht zu persönlich
Kein Unternehmen will, dass ein Arbeitnehmer seine persönlichen Problemchen mit zur Arbeit bringt. Auch wenn das Gespräch noch so zwanglos verläuft, bleiben Sie immer professionell und vermeiden Sie unnötige persönliche Informationen.
Seien Sie ehrlich
Von Ihnen wird nicht verlangt, dass Sie auf alles eine Antwort haben. Oft prüfen Arbeitgeber nur Ihre Reaktion auf knifflige Fragen, um so zu sehen, wie Sie mit Druck umgehen. Es ist weitaus schlimmer, bei einer Lüge erwischt zu werden, als zuzugeben, dass man etwas nicht weiß. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie ruhig zugeben, dass Sie die Antwort nicht wissen. Erklären Sie aber kurz, wie Sie den Sachverhalt angehen würden - das zeigt, dass Sie Probleme lösen können.
Bereiten Sie sich auf die folgenden offenen Fragen vor
«Erzählen Sie etwas von sich!», «Warum möchten Sie bei uns arbeiten?», «Was motiviert Sie?». Diese Fragen sind scheinbar leicht zu beantworten, doch andererseits sind sie so vage, dass Bewerber aus dem Konzept geraten können, wenn sie nicht wissen, wo sie anfangen oder aufhören sollen.
Sagen Sie nichts Negatives
Ganz egal, wie verführerisch es ist, Ihre Leidensgeschichte aus früheren Jobs zu erzählen und egal, wie sehr der Gesprächsführer dazu drängt, es ist nie eine gute Idee, etwas Negatives über einen früheren Arbeitgeber zu sagen. Ihr Gegenüber wird daraus schliessen, dass Sie auch sein Unternehmen in Zukunft schlechtreden werden.