28. Feb 2008 15:58
«Es ist Zeit, mit alten Klischees aufzuräumen», hat die bayerische Familienministerin Stewens die Entwicklung begrüßt. Besonders hoch ist der Anteil bewilligter Anträge von Männern in Bayern.
Die bayerische Familienministerin Christa Stewens (CSU) begrüßte die Entwicklung: «Es ist Zeit, mit alten Klischees aufzuräumen», erklärte sie. Sicherlich spiele auch die günstige Situation auf dem Arbeitsmarkt eine Rolle. «Außerdem korrespondiert der Väteranteil auch mit der Erwerbstätigenquote bei den Frauen, die in Bayern mit 64,8 Prozent am höchsten ist. Der Bundesdurchschnitt liegt hingegen bei 61,4 Prozent», sagte Stewens und forderte: «Die Arbeitgeber sollten noch mehr Offenheit für die Babypause zeigen. Denn es wäre schön, wenn eine Babypause für Väter selbstverständlich wird.» Auch in anderen Bundesländern ist die die Nachfrage nach Vätermonaten einer Umfrage der «Neuen Presse» in Hannover zufolge im vergangenen Jahr gestiegen. So stammten im Jahr 2007 in Baden-Württemberg gut 11 Prozent der bis zum Jahresende bewilligten Anträge von jungen Vätern. Aus den Länderministerien hieß es dem Bericht zufolge zumeist, dass die Anzahl der Bewilligungen für Väter noch steigen könne, da das Elterngeld bis zu drei Monate rückwirkend beantragt werden könne. In jedem Fall aber sei der Anteil der Männer, die zur Betreuung neugeborener Kinder eine berufliche Auszeit nehmen, deutlich höher als vor Einführung des Elterngeldes zu Jahresbeginn 2007. Am Freitag will das Statistische Bundesamt seine Elterngeld-Bilanz für 2007 veröffentlichen.