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Ideen-Software hilft in Studium und Beruf

24. Jan 2008 11:04
Schafft Ordnung: Startseite der Datenbank Litlink
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Für alle, die bei Seminararbeiten im Studium oder bei Präsentationen im Job schnell den Überblick verlieren, gibt es Programme, die Ordnung in Gedanken, Ideen und Fachliteratur bringen.

Wer in Studium, Beruf und Freizeit viel liest oder schreibt und die Ergebnisse anderen präsentiert, dem schwirrt leicht der Kopf. Für einen besseren Durchblick sorgt dann Software, die Bücherlisten erstellt und dabei hilft, Gedanken klar zu gliedern. Das spart Zeit und verhindert Chaos auf dem Schreibtisch - und kann darüber hinaus System in die DVD- oder CD-Sammlung bringen.

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Die Literatur- und Ideenmanager sind ursprünglich auf Initiative von Wissenschaftlern entstanden - das Klischee vom zerstreuten Professor lässt grüßen. Doch die Software-Helferlein bieten sich für zahlreiche Computernutzer an: «Die Programme nützen allen, die viele Informationen verarbeiten und für Texte oder Präsentationen herleiten müssen, woher sie diese haben. So kann man effektiver lernen und arbeiten», erklärt Sabine Pfeiffer, Arbeitssoziologin aus München.

Für Studenten wird das Schreiben von Haus- und Abschlussarbeiten einfacher, Oberstufenschüler können sich besser auf aufwendige Referate vorbereiten. Aber auch Leseratten oder Musik- und Filmfans, die ihre Sammlung digital sortieren wollen, dürfen sich angesprochen fühlen. Und nichts spricht dagegen, ein solches Programm für das Berufsleben einzusetzen - zum Beispiel, wenn der Chef öfter mal ein durchdachtes Konzeptpapier verlangt.

Mediendatenbank

Mit Hilfe der Literaturmanager, die Namen wie «Lit-Link» oder auch «Bibliographix» tragen, lassen sich Bibliothekskataloge oder Fachdatenbanken online durchsuchen. Die Fundstellen werden dann per Mausklick übernommen - das eigenhändige Eingeben entfällt. «Das spart Zeit und Tippfehler», sagt Joachim Eberhardt von der Uni-Bibliothek Erlangen-Nürnberg.

Die Programme sind multimediatauglich: Internetlinks lassen sich ebenso verknüpfen wie auf der Festplatte gespeicherte Text-, Video- oder Audiodateien. «Der Aufbau einer Mediendatenbank lohnt sich vor allem dann, wenn man langfristig darauf zurückgreifen möchte», sagt Dorothee Wiegand, Software-Expertin bei der in Hannover erscheinenden Zeitschrift «c't» in Hannover.

Nach den Wünschen des Nutzers erstellen die Programme außerdem automatisch einheitliche Literaturverzeichnisse, die sich zum Beispiel in «Word» kopieren lassen. Das freut Studenten: Stimmt bei der Hausarbeit die äußere Form, weil Quellenangaben korrekt zitiert werden, ist der Professor gleich besser gesonnen.

Schlagworte und Kommentare

Doch manche Programme haben noch mehr drauf: Aus Büchern oder Internetquellen entnommene Textstellen können verschlagwortet, mit Kommentaren versehen und nach Themen sortiert werden. So lassen sich Ideen festhalten und über die Suchfunktion wiederfinden. Das ist dann praktisch, wenn einer Sammlung cleverer Gedanken noch die nötige Struktur fehlt. «Das hilft beim Querdenken», sagt Sabine Pfeiffer.

Einige Programme, die all das können, sind preiswert zu haben. «Lit-Link» gibt es sogar kostenlos. Auch «Bibliographix» ist in der um einige Funktionen reduzierten «Basic»-Variante gratis, die grenzenlose Nutzung kostet rund 50 Euro.

Ebenso kostenfrei nutzbar ist die «Free»-Version von «Citavi». Sie ist jedoch auf 100 Titel-Datensätze pro geöffnetem Projekt begrenzt. Ohne die Beschränkung werden rund 90 Euro fällig. Eine Standardlizenz von «Visual Composer» kostet etwa 80 Euro, Studenten und Schüler zahlen die Hälfte. Einen Marktüberblick und Anwenderberichte bietet die Webseite www.literaturmanagement.net.

Programme testen

Joachim Eberhardt rät, die Programme vor der Nutzung auf jeden Fall zu testen. Denn wer mit dem Literatur- und Ideenmanager seiner Wahl nicht zurecht kommt, kann seine Daten nicht immer einfach in einen anderen übertragen: Oft seien die Programme miteinander nicht kompatibel. Die Anzahl der unterstützten Bibliothekskataloge und Dokumententypen unterscheiden sich stark.

Zudem lassen sich die Literaturverzeichnisse standardmäßig nur in «Microsoft Office» kopieren, in «OpenOffice» und andere Büro-Suiten dagegen nicht unbedingt. Eine intuitive Bedienung ist ebenfalls nicht selbstverständlich. Die Einarbeitungszeit sollte deshalb nicht unterschätzt werden: «Wer also genau einmal ein Literaturverzeichnis erstellen will, ist mit Block und Stift besser aufgehoben», sagt Dorothee Wiegand.

Wer für Texte oder Referate seine Gedanken ordnen möchte und dafür nicht zwingend auf eine Mediendatenbank zugreifen muss, kann auch mit schlankeren Programmen seine Kreativität ankurbeln, rät Dorothee Wiegand von der Zeitschrift «c't». Der «MindManager» (etwa 100 Euro für die private Nutzung) hilft beim schnellen Gliedern von Informationen und Argumenten. Begriffe werden grafisch verknüpft und auf sogenannten Gedankenkarten visualisiert. Eine Gratis-Alternative ist «FreeMind»). (Berti Kolbow/dpa)


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