netzeitung.deWeniger Arbeitslose machen sich selbstständig

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Der Wegfall der Ich-AGs macht sich bemerkbar (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Der Wegfall der Ich-AGs macht sich bemerkbar
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Der Boom der Existenzgründungen schwächt sich ab. Im vorigen Jahr haben weniger Arbeitslose ein Unternehmen gegründet als 2006. Die Bundesagentur vermutet die gute Konjunktur als Grund.

Deutlicher weniger Arbeitslose haben einem Zeitungsbericht zufolge im vergangenen Jahr den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Insgesamt förderten die Arbeitsagenturen 215.321 Existenzgründer, berichtet die «Welt am Sonntag» unter Berufung auf Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA). Dies waren rund ein Fünftel weniger als 2006. Im Jahr 2005 lag die Zahl noch um knapp 100.000 höher.

Als Grund nannte die Bundesagentur ausgerechnet die gute Konjunktur. Sie habe die Gründungen im vergangenen Jahr eher gebremst als gefördert. «Wenn jemand die Chance auf einen Arbeitsplatz hat, ist die Selbstständigkeit nicht mehr so gefragt», sagte eine Sprecherin der Behörde. Ein weiterer Grund sei die Abschaffung der Ich-AGs. Mit dem Mitte 2006 eingeführten Gründungszuschuss wurden die Förderungsbedingungen verschärft und die Förderdauer verkürzt.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der jedes Jahr Hunderttausende von Existenzgründern berät, forderte einen Mentalitätswandel. «Gerade in Zeiten des Aufschwungs sollten findige Köpfe eine Existenzgründung als Chance sehen, ihre guten Ideen in die Tat umzusetzen», sagte DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun der Zeitung. «Aber in Deutschland gilt: Je mehr Arbeitslose, desto mehr Existenzgründungen.» (dpa)