25. Dez 2007 16:30
Eine Studie zeige, dass Mindestlöhne sich nicht negativ auf die Beschäftigung auswirkten und insofern sei Mindestlohn kein «Schreckenswort» mehr. Zudem kritisierte Weise auch Dumpinglöhne im benachbarten Ausland.
Laut einer Studie des zur Bundesagentur gehörenden Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sei es nicht ohne weiteres nachweisbar, dass sich Mindestlöhne negativ auf die Beschäftigung auswirken, sagte Weise. Wenn wegen Mindestlöhnen die Preise einzelner Produkte erhöht stiegen, sei dies zwar ein Nachteil.«Aber die Frage ist ja: Ab welcher Grenze ist das wirklich so? Und insofern ist Mindestlohn für uns kein Schreckenswort», sagte Weise. Ein Arbeitgeber müsse Interesse daran haben, dass seine Mitarbeiter dauerhaft bei ihm beschäftigt blieben und engagiert arbeiteten. Derzeit gebe es polnische Wäschereibetriebe, die ihre Dienste in Berlin für einen Stundenlohn von zwei Euro anbieten. «So etwas ist nicht mehr durchhaltbar für eine Volkswirtschaft», kritisierte Weise.
Angesichts der im Vergleich zu Ländern wie Indien, China oder Polen deutlich höheren Lebenshaltungskosten in Deutschland könnten hier nicht die dortigen Löhne zum Maßstab gemacht werden. «Da ist die Politik gefordert, wie der Ausgleich zu machen ist», sagte Weise. (AP)