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Wirtschaftsweiser rechnet mit Rekord-Lohnrunde

24. Dez 2007 12:32
Zu erwarten: Mehr Geld im kommenden Jahr
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Die Lohntüte schwillt, im Gegenzug soll das Arbeitslosenheer 2008 um Hunderttausende schrumpfen. Doch ob die Inflation vom Lohnplus noch etwas lässt, muss sich zeigen.

Der Chef der fünf Wirtschaftsweisen, Bert Rürup, rechnet für das kommende Jahr mit dem stärksten Lohnzuwachs seit 13 Jahren. «Die Bruttolöhne und Gehälter werden je Beschäftigten um 3,5 Prozent steigen», sagte er der «Bild». Die um die Teuerung bereinigte reale Bruttolohn- und Gehaltssumme je Arbeitnehmer soll sich demnach um 1,5 Prozent erhöhen. «Das ist das kräftigste Plus seit 1995», so Rürup.

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Der Präsident des Ifo-Instituts, Werner Sinn, geht zwar von Lohnabschlüssen in derselben Höhe aus. «Real bedeutet das allerdings nur einen Zuwachs von 0,5 Prozent», rechnet er vor. Die Prognose des Präsidenten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, fällt verhaltener aus: «Hohe Lohnsteigerungen können nur gut ausgebildete Fachkräfte erwarten. Das durchschnittliche Lohnplus von zwei Prozent wird durch die Inflation aufgefressen. Die Reallöhne werden also stagnieren.»

Moderate Preissteigerungen

Alle drei Wissenschaftler rechnen laut «Bild» mit einem starken Beschäftigungswachstum und einer Senkung der Arbeitslosenzahl um etwa 300.000 auf durchschnittlich 3,5 Millionen. Sinn wertete diese Entwicklung als Ergebnis der Agenda 2010 des früheren Kanzlers Gerhard Schröder.

Alle Wirtschaftsexperten gehen von moderaten Preissteigerungen in 2008 aus. «ich erwarte keine neuen Preisschocks bei Energie oder Lebensmitteln», sagte Zimmermann. Die Teuerungsrate schätzt er auf unter zwei Prozent. Sinn geht von 2,3 Prozent aus. «Gemessen an den D-Mark-Zeiten ist dies ein moderater Preisanstieg. In ihren 53 Jahren hatte die D-Mark durchschnittlich 2,6 Prozent pro Jahr an Wert verloren», sagte er. Rürup geht von einem Rückgang der Teuerungsrate von 2,1 Prozent in diesem auf 2,0 Prozent im nächsten Jahr aus. (AP)

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