Verdi fordert mehr Lohn im Einzelhandel
21.12.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Verdi-Chef Bsirske: «Wir werden das nicht akzeptieren.»
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In dem seit Monaten schwelenden Tarifstreit im Einzelhandel hat Verdi-Chef Frank Bsirske mit Nachdruck mehr Lohn für die Beschäftigten gefordert. Auch die Streichung der Spätzuschläge werde man nicht hinnehmen.
Bei einer Kundgebung in Hannover sagte Bsirske, während die Managergehälter explodierten und Einzelhandelsketten riesige Gewinne einstrichen, sollten Arbeitnehmer «ein Programm der Lohnsenkung» hinnehmen. Dort hatten sich einige hundert Beschäftigte aus Kaufhäusern und Supermarktketten am Freitag versammelt. Eine Provokation sei insbesondere die von den Arbeitgebern geforderte Streichung der Spätzuschläge. «Wir werden das nicht akzeptieren.» Die Beschäftigten würden weiter auf die Straße gehen, bis ein vernünftiger Tarifabschluss erreicht sei.
Die Lohnerhöhung bei Rewe ist nach Ansicht von Bsirske eine gute Basis für weitere Verhandlungen in der Branche. Die drei Prozent seien zwar noch nicht ausreichend. «Aber es ist eine Grundlage.» Der Lebensmitteleinzelhändler Rewe hatte in der vergangenen Woche eine Lohn- und Gehaltserhöhung für seine 80.000 Beschäftigten bekanntgegeben. Die übrigen Arbeitgeber boten bislang nur 1,7 Prozent mehr Geld. Die Arbeitnehmer fordern den Erhalt der Spätzuschläge und wollen zwischen 4,5 und 6,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber argumentierten bisher, der Einzelhandel sei die einzige Branche, in der bereits ab 18.30 Uhr Zuschläge gewährt würden. Ohne Veränderungen bei den Zuschlägen seien die längeren Öffnungszeiten nach der Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes nicht zu gestalten. (dpa)