22. Nov 2007 10:21
Das heutige Niveau der Altersabsicherung wird bei künftigen Rentnern die Ausnahme sein. Experten bekräftigen: Die Rente mit 67 reicht nicht - künftig wird beim Eintrittsalter eine sieben vorne stehen.
Arbeiten bis zum Alter von 77 Jahren sei natürlich absurd, ergänzte Sinn. Die Zahl zeige aber, «wie wenig wir die Lage im Griff haben und dass die 'Rente mit 67' nicht ausreicht». Sinns Kollege Klaus Zimmermann, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), sprach sich in der Zeitung für eine Anhebung auf 70 Jahre aus. «Es ist längst klar, dass nur die Rente mit 70 langfristig Entlastung bringt. Nur, wenn sie bis 2030 eingeführt wird, sind größere Leistungskürzungen oder Beitragserhöhungen vermeidbar.» Der Chefvolkswirt der Dresdner Bank, Michael Heise, machte die höhere Lebenserwartung dafür verantwortlich. Wen die weiter so steige wie in den vergangenen 30 Jahren, würden langfristig Renteneintrittsalter auch über 67 notwendig. «Sonst ist das System nicht bezahlbar.» Wer länger Rente beziehe, müsse auch länger einzahlen.