netzeitung.deArbeitslosenzahl fällt deutlich unter 3,5 Millionen

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Bundesagentur zählt deutlich weniger Arbeitslose (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bundesagentur zählt deutlich weniger Arbeitslose
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Im Oktober hat die BA 110.000 weniger Erwerbslose gezählt. Damit sank die Zahl der Arbeitslosen auf den niedrigsten Stand seit fast 13 Jahren. Die Behörde führte den Rückgang auf die stabile Konjunktur zurück.

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Oktober um 110.000 auf 3,434 Millionen gesunken. Dies sei der niedrigste Stand seit fast 13 Jahren, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Vor einem Jahr waren noch 650.000 mehr Menschen ohne Job. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 8,2 Prozent zurück. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,8 Prozent gelegen.

BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt sagte, die gute Konjunktur sei stabil und verstärke die übliche Herbstbelebung. Dadurch habe die Arbeitslosigkeit stärker abgenommen als sonst in einem Oktober. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe deutlich zugelegt, die Arbeitskräftenachfrage bleibe auf hohem Niveau.

Bei der Zahl der Erwerbstätigen ergibt sich auf Jahressicht ein Zuwachs von 672.000 auf 40,18 Millionen. Bei den Agenturen für Arbeit waren im Oktober bundesweit 609.000 offene Stellen gemeldet.

Saisonbereinigt 40.000 Joblose weniger
Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Oktober um 40.000 auf 3,657 Millionen gesunken. Volkswirte hatten dagegen nur einen Rückgang um 30.000 erwartet. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 38.000 ab, im Osten um 2000.

In Westdeutschland waren im Oktober nach BA-Angaben 2,265 Millionen Männer und Frauen ohne Arbeit. Das waren 70.000 weniger als im Vormonat und 473.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es im Oktober 1,169 Millionen Erwerbslose. Das ist ein Rückgang von 40.000 im Vergleich zu September und ein Minus von 177.000 auf Jahressicht. Die Arbeitslosenquote lag im Oktober im Westen bei 6,8 Prozent. Im Osten war sie mit 13,6 Prozent genau doppelt so hoch.

Bereits im Vorfeld hatten Experten einen deutlichen Rückgang der Erwerbslosenzahlen prognostiziert. Trotz leicht gedämpfter Konjunkturerwartungen hatten Fachleute im Durchschnitt mit etwa 90.000 Erwerbslosen weniger gerechnet. (dpa/nz)