Zahl der Joblosen sinkt unter 3,6 Millionen
27.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Der Abbau der Arbeitslosigkeit ist im September zwar üblich, weil Betriebe nach Beendigung der Ferien wieder verstärkt einstellen. Die günstige Entwicklung beruhe aber vor allem auf der kräftigen Konjunktur, erklärte Weise. Außerdem werde der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet.
Die Arbeitslosenquote nahm zum Vorjahresmonat um 1,7 Punkte auf 8,4 Prozent ab. Die Quote lag damit auf dem niedrigsten Wert im September seit 15 Jahren. Gegenüber dem Vormonat sank die Rate um 0,4 Punkte.
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag nach der Hochrechnung der Bundesagentur zuletzt bei 26,89 Millionen, gegenüber dem Vorjahr war das ein Zuwachs von 555.000. Von der Zunahme entfalle die Hälfte auf Vollzeitstellen. Die Zahl der ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten habe 4,96 Millionen betragen, 125.000 mehr als vor einem Jahr.
In Westdeutschland waren im September 2,33 Millionen Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 109.000 weniger als im August und 501.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es 1,2 Millionen Erwerbslose, rund 53.000 weniger als vor einem Monat und 193.000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 7,0 Prozent, im Osten bei 14,1 Prozent.
Wie zudem das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte, stieg die Beschäftigung in Deutschland im August auf den höchsten Stand seit der ersten gesamtdeutschen Erhebung 1991. Nach vorläufigen Angaben der Statistiker gab es im August rund 39,71 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, das waren 638.000 mehr als im Vorjahresmonat. (nz/dpa)

