20. Sep 2007 08:52
Zeitarbeiter sollen auch weiterhin weniger Geld bekommen als reguläre Festangestellte. Das zumindest fordert der Arbeitgeberverband Gesamtmetall und geht damit auf Konfrontation zur EU.
Die Zeitarbeit sei und bleibe wichtig, «um Bewegung in den Arbeitsmarkt zu bekommen». Wo es zu «Missbräuchen oder Disproportionen» komme, müsse genau hingeschaut werden. Die Zeitarbeit jedoch pauschal stärker zu reglementieren, «halte ich für falsch».EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla hatte zuvor vorgeschlagen, Zeitarbeiter sollten künftig nach sechs Wochen das gleiche Gehalt und die gleichen Sozialleistungen erhalten wie Festangestellte. Kannegiesser sagte, unter anderem wegen der im Regelfall geringeren Produktivität von Zeitarbeitern sowie der dauerhaften Personalkosten für die Zeitarbeitsfirmen sei eine Differenz zwischen dem Zeitarbeiter-Gehalt und dem von Festangestellten notwendig. «Wer diese Differenz beseitigen will, riskiert, das ganze Instrument zu zerstören.» (ddp)