netzeitung.deWieder mehr Sozialhilfeempfänger

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Immer mehr Menschen in Deutschland sind auf Lebensmittelspenden angewiesen - trotz Hartz IV (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Immer mehr Menschen in Deutschland sind auf Lebensmittelspenden angewiesen - trotz Hartz IV
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Hilfe zum Lebensunterhalt gibt es nur noch für die, die sogar für Hartz IV zu arm sind. Das sind immer noch mehr als 300.000 Menschen - die meisten von ihnen leben in Heimen.

Die Zahl der Menschen in Deutschland, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts auf Sozialhilfe angewiesen sind, steigt wieder an. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, erhielten am Jahresende 2006 in Deutschland insgesamt rund 306.000 Personen die sogenannte laufende Hilfe zum Lebensunterhalt. Davon bezogen 82.000 oder 27 Prozent laufende Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen, was bis Ende 2004 als «Sozialhilfe im engeren Sinne» galt. Das entspricht einem Anstieg von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Hilfe zum Lebensunterhalt
Der Anteil dieser Hilfebezieher an der Gesamtbevölkerung lag damit wie im Vorjahr bei 0,1 Prozent. Bei Menschen in Einrichtungen, also vor allem Heimen, wurde sogar ein Anstieg von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet. Doch lag das nach Erkenntnis der Statistiker eher daran, dass 2005 diese Betroffenen noch nicht vollständig erfasst waren.

Die laufende Hilfe zum Lebensunterhalt soll nach dem Sozialgesetzbuch den Grundbedarf vor allem an Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Heizung decken. Nach In-Kraft-Treten der Hartz-IV-Gesetze mit der Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und der Sozialhilfe für Erwerbsfähige war die Zahl der Hilfebezieher zunächst drastisch zurückgegangen, weil viele Betroffene stattdessen Arbeitslosengeld II bezogen. Davor hatten sogar noch rund 2,9 Millionen Personen oder 3,5 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfe im engeren Sinne erhalten. (AP)