30. Aug 2007 10:12, ergänzt 10:34
Die Zahl der Arbeitslosen hat im August zwar weiter abgenommen - aber deutlich schwächer als üblich. BA-Chef Weise sieht dennoch keinen Grund zur Sorge.
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im August gegenüber Juli um rund 10.000 auf 3,705 Millionen gesunken. Das waren 666.000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) am Donnerstag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote nahm zum Vormonat um 0,1 Punkte auf 8,8 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 10,5 Prozent gelegen. Damit fiel der Rückgang schwächer aus als erwartet: Im Vorfeld hatten Experten mit einer Abnahme der Erwerbslosenzahl zum Vormonat um 15.000 bis 20.000 gerechnet. Zudem war der Rückgang damit schwächer als im Schnitt der vergangenen drei Jahre - für den Zeitraum 2004 bis 2006 lag er im Schnitt bei 22.000.
Dennoch sei der Arbeitsmarkt weiter in guter Verfassung, betonen Arbeitsmarktexperten. Der vergleichsweise geringe Abbau der Erwerbslosenzahl im August hänge mit der Sommerpause zusammen, in der viele Unternehmen traditionell mit der Einstellung von Mitarbeitern zögerten.Auch der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sieht keinen Grund zur Beunruhigung. Die gute konjunkturelle Lage wirke sich weiterhin positiv auf den Arbeitsmarkt aus, sagte Weise bei der Vorlage der August-Daten. Die Arbeitslosigkeit sei im August weiter gesunken. «Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung wächst, und die Zahl der offenen Stellen ist nach wie vor hoch», erklärte Weise.
Für Ostdeutschland berechnete die BA eine Arbeitslosenquote von 14,7 Prozent, im Westen lag sie bei 7,3 Prozent. Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im August um 15.000 auf 3,755 Millionen - erwartet wurde hier aber ein Rückgang um 32.000. Im Vormonat war die bereinigte Arbeitslosenzahl noch um 45.000 zurückgegangen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl im August um 22.000 ab, im Osten stieg sie dagegen um 7000.