Weise gab sich für die künftige Entwicklung auch optimistisch: Die günstige Konjunktur spiegle sich nach wie vor in den Daten vom Arbeitsmarkt wider. Die drei wichtigsten Indikatoren - Arbeitslosigkeit, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und offene Stellen - hätten sich positiv entwickelt. Außerdem werde der Arbeitsmarkt durch ein rückläufiges Arbeitskräfteangebot entlastet, sagte er.
Allerdings warnte der BA-Chef, dass sich das Tempo beim Rückgang der Erwerbslosigkeit künftig verringern werde. Der Grund dafür sei die nach wie vor hohe Zahl von Langzeitarbeitslosen. Diese bewege sich in einer Größenordnung von 1,2 Millionen. Darunter seien zwischen 400.000 und 500.000 Männer und Frauen, die schon seit Jahren nicht mehr in Arbeit gewesen seien. Bei dieser Gruppe sei eine Integration in den Arbeitsmarkt nur in kleinen Schritten möglich.Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag zuletzt im Mai mit 26,86 Millionen um 561.000 über dem Vorjahreswert. Mitte Juli waren bei den Agenturen für Arbeit 650.000 offene Stellen gemeldet. Das waren 22.000 mehr als vor einem Jahr.
In Westdeutschland waren im Juli 2,45 Millionen Männer und Frauen ohne Beschäftigung. Das waren 23.000 mehr als im Juni, aber 510.000 weniger als vor einem Jahr. In Ostdeutschland gab es im Juli 1,26 Millionen Arbeitslose. Das waren 5000 mehr als im Vormonat und 161.000 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 7,3 Prozent, im Osten bei 14,7 Prozent. (nz/Reuters)