Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

DGB warnt vor früherer Arbeitsmarkt-Öffnung

25. Jul 2007 09:32
Industriearbeitsplatz in Deutschland
Bild vergrößern
Sollten die Beschränkungen für osteuropäische Arbeitskräfte frühzeitig fallen, droht ein Lohndumping «ungeahnten Ausmaßes», fürchtet DGB-Vorstand Buntenbach. Erst müsse eine Lösung zum Mindestlohn her.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) warnt vor einer vorzeitigen Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Menschen aus Osteuropa. Dabei drohe «ein Lohndumping ungeahnten Ausmaßes», sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Die Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit gälten mit Bedacht bis mindestens 2009 und dürften erst dann gelockert werden, «wenn der Arbeitsmarkt in Deutschland vollständig vor Lohndumping geschützt ist», zitierte das Blatt am Mittwoch.

Mehr in der Netzeitung:
Deutschland hatte mit dem EU-Beitritt Polens und anderer Staaten 2004 die Arbeitnehmerfreizügigkeit zunächst für zwei Jahre und im vergangenen Jahr für weitere drei Jahre eingeschränkt. Im Mai 2009 könnte die Regierung in Berlin die Einschränkungen noch einmal für zwei Jahre bis 2011 verlängern.

Noch nichts abgestimmt

Die Bundesregierung prüft jetzt jedoch eine frühere Öffnung des Arbeitsmarkts. «Wenn es mit dem Arbeitskräftemangel in Deutschland so weiter geht, wäre es denkbar, die Beschränkungen für osteuropäische Arbeitnehmer schon vor dem Jahr 2009 aufzuheben», hatte der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Gerd Andres (SPD), der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» gesagt. Dies wurde indes von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm zurückgewiesen: Es gebe dazu noch keine abgestimmte Haltung.

Buntenbach forderte die Bundesregierung auf, das Arbeitnehmerentsendegesetz so schnell wie möglich auf alle Branchen auszuweiten. «Dann gelten endlich auch für ausländische Arbeitskräfte die gleichen Bedingungen.» Sollte es bis 2009 noch immer keine umfassende Lösung bei Mindestlöhnen geben, solle die Bundesregierung die Beschränkung für osteuropäische Fachkräfte verlängern. (dpa)

Anzeige: 

NZ-Stellenmarkt

Die größte Stellensuchmaschine mit über 300.000 Angeboten: Nutzen Sie den Stellenmarkt und finden Sie Ihren Job. weiter
 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.