netzeitung.deWirtschaft soll Studenten finanziell helfen

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Blick in einen vollen Hörsaal (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Blick in einen vollen Hörsaal
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Weil das Bafög hinten und vorne nicht reicht, sollen Unternehmen den Studenten unter die Arme greifen. Anderenfalls bleibe die Zahl der Studenten auf zu niedrigem Niveau, fürchtet das Studentenwerk.

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fordert die Wirtschaft auf, mit Praktika, Nebenjobs oder Stellen für Werkstudenten mehr jungen Menschen ein Studium zu finanzieren. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde forderte in der «Neuen Osnabrücker Zeitung», «dass die Wirtschaft endlich ihre vollmundigen Versprechen halten soll». Es sei dringend nötig, dass mehr Kindern aus einkommensschwächeren Familien ein Studium ermöglicht werde.

Laut Statistischem Bundesamt ist die Zahl der Bafög-Empfänger erstmals seit sechs Jahren gesunken. Die Folgen in Kombination mit der Einführung von Studiengebühren sind nach Einschätzung des Studentenwerks fatal: Bereits jetzt würden weniger junge Menschen ein Studium beginnen. Vor allem Kinder aus der unteren Mittelschicht hätten es schwer, da die Eltern wenig verdienten, aber keine Förderung möglich sei. «So verfehlt Deutschland bei weitem sein Ziel, die Akademikerquote auf 40 Prozent zu heben», sagte Meyer auf der Heyde.

Auch Unternehmen würden profitieren
Gefragt seien nun alle gesellschaftlichen Gruppen, vor allem die Wirtschaft. Sie müsse mehr Angebote machen, um eine Hochschulausbildung zu finanzieren: «Zu viele Studenten müssen sich derzeit mit irgendwelchen Aushilfsjobs durchschlagen», sagte Meyer auf der Heyde. Vermittle die Erwerbstätigkeit neben dem Studium auch fachliche Kenntnisse, profitierten davon beide Seiten.

Laut Studentenwerk genügt es nicht, beim Bafög wie geplant die Fördersätze und die Freibeträge für Eltern zu erhöhen. «Langfristig müssen wir das Bafög neu gestalten», sagte Meyer auf der Heyde. So sei die Altersbegrenzung bei der Bafög-Förderung auf 30 Jahre nicht mehr zeitgemäß. «Wer heute einen Bachelorabschluss macht, anschließend ein paar Jahre berufstätig ist und sich dann mit einem Master weiterqualifizieren ist, ist häufig schon für das Bafög zu alt. (dpa)