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IT-Firmen verlangen mehr Zuwanderung

05. Jul 2007 12:56
Computerarbeitsplatz
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Der IT-Branche geht es so gut wie schon lange nicht mehr. Allerdings könnte es noch besser sein - wenn genügend Fachkräfte verfügbar wären, klagen die Firmen.

Die Unternehmen im IT-Sektor blicken so optimistisch wie noch nie in die Zukunft - warnen zugleich aber vor einem drastischen Fachkräftemangel. Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Branchenverbandes Bitkom rechnen 78 Prozent der deutschen IT-Unternehmen in diesem Jahr mit steigenden Umsätzen. Der Bitkom-Branchenindex, der die Stimmung im IT-Sektor misst, habe im zweiten Quartal 2007 den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen vor sechs Jahren erreicht.

Die gute Konjunkturlage verschärfe aber den Fachkräftemangel: «Die Lösung des Problems kann nur durch Reformen in der Bildungs- und Zuwanderungspolitik gelingen», sagte Verbands-Präsident August-Wilhelm Scheer. 59 Prozent der Unternehmen gaben dem Verband zufolge an, dass der Mangel an Fachkräften ihre Geschäftstätigkeit schon jetzt behindere – mit stark steigender Tendenz. Bundesweit gebe es derzeit 20.000 unbesetzte Stellen. Besonders groß sei die Nachfrage nach IT- Fachkräften in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

«Bildungssystem geht am Bedarf vorbei»

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  • «Das deutsche Bildungssystem kann den Bedarf der Wirtschaft an Informatikern und Ingenieuren zurzeit nicht decken», sagte Scheer. Die Studiengänge und auch der Informatikunterricht an den Schulen müssten einen stärkeren Praxisbezug bekommen, um wieder mehr junge Menschen für das Fach zu begeistern. Außerdem solle der Gesetzgeber dafür sorgen, dass Deutschland für ausländische Spitzenkräfte attraktiver werde. Insbesondere müssten sie eine langfristige Perspektive in Deutschland bekommen.

    Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit kam indes in einer jüngst vorgelegten Studie zu anderen Ergebnissen: Demnach sei die Arbeitsmarkt nicht angespannt - im Gegenteil. Es gelinge den Firmen sogar rascher als bisher, offene Stellen zu besetzen.

    Software besonders gefragt

    Besonders stark entwickele sich derzeit der Markt für die Anbieter von Software, IT-Dienstleistungen und digitaler Unterhaltungselektronik, sagte Scheer. Durch die gute Wirtschaftslage investierten viele Unternehmen wieder verstärkt in ihre Informations- und Kommunikationstechnik. Für die Erhebung hat der Verband im Mai und Juni die Antworten von rund 170 Unternehmen ausgewertet. (dpa)

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