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Fachkräftemangel nicht in Sicht

04. Jul 2007 14:08
Lehrling mit seinem Meister
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Dass in Deutschland massenhaft Fachkräfte fehlen, ist laut Experten nicht erkennbar. Im Gegenteil: Die Branchen, die am meisten klagen, haben weniger Probleme, Personal zu finden.

In der Diskussion über einen drohenden Fachkräftemangel gibt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) vorerst Entwarnung: Eine repräsentative Studie des zur Bundesagentur für Arbeit gehörenden Instituts habe ergeben, dass in Deutschland derzeit kein flächendeckender Fachkräftemangel herrsche, berichtete der «Stern» am Mittwoch. Mangel an Fachkräften könne partiell auftreten, sei jedoch gesamtwirtschaftlich «kein gravierendes Problem», sagte die IAB-Wissenschaftlerin Anja Kettner.

Wie der «Stern» weiter berichtet, hat sich laut der Studie die ungewollte Dauer von Stellenvakanzen im Jahr 2006 verglichen mit dem Vorjahr im Durchschnitt nur sehr geringfügig von 19 auf 21 Tage erhöht. Ein knappes Fünftel (19 Prozent) aller offenen Stellen war demnach im vergangenen Jahr schwer zu besetzen. Überdurchschnittliche Besetzungsschwierigkeiten habe es 2006 nur in der Metall-, Elektro- und Fahrzeugindustrie gegeben.

Mehr Zuwanderer nicht gewünscht

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Allerdings habe sich in diesem Bereich, der zuletzt stark über Fachkräftemangel geklagt habe, die Dauer der Suche nach Mitarbeitern im Jahresvergleich von durchschnittlich 70 auf 56 Tage verringert. «Das lässt vermuten, dass es bei den Klagen nicht immer darum geht, dass keine geeigneten Personen gefunden werden, sondern dass die Besetzung ganz schnell gehen soll», sagte Kettner. Dies gelte auch für den Bereich der wirtschaftlichen Dienstleistungen, zu denen das IAB unter anderem die Immobilienwirtschaft sowie die Beratungs- und IT-Branche zählt.

Die Studienergebnisse sind dem «Stern» zufolge repräsentativ für die Gesamtwirtschaft. In die Auswertung flossen Antworten von rund 13.500 Betrieben ein. In einer Forsa-Umfrage für die Zeitschrift sprach sich eine knappe Mehrheit der Bundesbürger (52 Prozent) gegen eine vereinfachte Zuwanderung hochqualifizierter Fachkräfte aus dem Ausland aus. 44 Prozent der 1001 Befragten waren dafür. Am größten ist die Ablehnung erleichterter Zuwanderung, wie sie Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) vorgeschlagen hatte, demnach in der Arbeiterschaft: 70 Prozent der befragten Arbeiter lehnten die Pläne ab. (AP)

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