Niedersachsen plant Soziales Jahr für Senioren
Die Senioren sollten nur zusätzliche Arbeiten übernehmen, die sonst nicht geleistet würden. Ältere Menschen könnten im Kindergarten vorlesen, in Altenheimen für mehr menschliche Zuwendung sorgen oder zum Schulunterricht mit Wissen aus ihren vormaligen Berufsleben beitragen. Zwar seien heute bereits 30 Prozent der über 65-jährigen ehrenamtlich oder bürgerschaftlich tätig, meinte die CDU-Politikerin. Weitere elf Prozent dieser Altersgruppe hätten aber in Umfragen angeben, dass sie sich gern engagieren wollten. Für ein Engagement der Senioren müsse man geeignete Rahmenbedingungen schaffen.
Nach Angaben der CDU-Politikerin wird das Land im kommenden Jahr 200.000 Euro für die Organisation des Sozialen Jahres und für Fortbildung der Senioren bereitstellen. Diesen Betrag werde nach und nach auf eine Million Euro pro Jahr aufgestockt, sagte die Sozialministerin. In den beiden Modellprojekten in Hannover und Osnabrück würden bislang 20 Senioren ein freiwilliges Jahr ableisten. Ansonsten gibt es das Freiwillige Soziale Jahr in Niedersachsen bislang nur für junge Menschen. (AP)

