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Der Osten schrumpft doppelt so schnell

22. Mai 2007 12:01
Im Osten müssen noch weniger Junge die Alten ernähren als im Westen
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In den kommenden 43 Jahren werden die neuen Länder fast ein Drittel ihrer Einwohner verlieren, glauben Statistiker. Dann kommen dort 80 Senioren auf hundert Arbeitnehmer.

Der Osten Deutschlands wird nach statistischen Berechnungen viel stärker von der fortschreitenden Alterung betroffen sein als der Westen. Es gebe deutliche Unterschiede in der Bevölkerungsentwicklung, teilte das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mit. Während in den alten Ländern bis zum Jahr 2050 ein Bevölkerungsschwund von 14 Prozent auf 54,4 Millionen Personen zu erwarten sei, sinke die Einwohnerzahl im Osten um 31 Prozent auf 9,1 Millionen Bürger.

Heute liegt der Anteil der Personen im Erwerbsalter an der Gesamtbevölkerung in den neuen Ländern mit 62 Prozent noch höher als in den alten Ländern (60 Prozent). Die Zahl der Erwerbstätigen werde jedoch im Osten schneller schrumpfen als im Westen Deutschlands und im Jahr 2050 bei 47 Prozent liegen, haben die Statistiker errechnet. In den alten Ländern würden dann 52 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter sein.

Altenquotient mehr als verdoppelt

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Der so genannte Altenquotient, der angibt, wie viele Senioren auf 100 Erwerbstätige entfallen, wird sich im Osten bis zum Jahr 2050 mehr als verdoppeln. Er beträgt heute 35 und steigt auf 80, während der Wert für Westdeutschland von heute 32 auf 62 klettern wird.

Die Bevölkerung in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen schrumpft den Berechnungen zufolge künftig nicht so schnell wie im übrigen Bundesgebiet. Im Jahr 2050 werden dort mit 5,2 Millionen Menschen noch 90 Prozent der heutigen Einwohnerzahl von 5,8 Millionen leben. Der Altenquotient wird sich jedoch auch in den Stadtstaaten von 29 auf etwa 60 im Jahr 2050 verdoppeln. (epd)

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