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Warnstreiks behindern Zeitungsdruck

11. Mai 2007 15:45
Einige Tageszeitungen erschienen mit kleineren Einschränkungen
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Größere Störungen bei den Tageszeitungen soll es nicht geben, wenn Beschäftigte in 20 Betrieben Druck machen. Die Arbeitgeber wollen in der anstehenden dritten Gesprächsrunde kein neues Angebot vorlegen.

Vor der dritten Verhandlungsrunde für die bundesweit rund 180.000 Beschäftigten in der Druckindustrie hat die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Druck und Medien waren am Freitag bundesweit rund 20 Betriebe betroffen, wie eine Sprecherin in Wiesbaden mitteilte.

Allein in Hessen legten am Vormittag mehrere hundert Drucker in Kassel, Darmstadt und Neu Isenburg die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Insgesamt seien allein in den drei Städten bis zum Abend rund 1000 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen.

Zeitungen mit Einschränkungen

Nach Einschätzung der Gewerkschaft werden Zeitungen trotzdem erscheinen können, möglicherweise aber mit kleineren Einschränkungen. Auch die Arbeitgeberseite ging davon aus, dass es keine größeren Störungen geben werde.

Die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit soll an diesem Dienstag in Frankfurt stattfinden. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für zwölf Monate. Der Bundesverband Druck und Medien bietet neben Einmalzahlungen Einkommenserhöhungen um 1,8 Prozent zum 1. April 2007 sowie um 2,0 Prozent zum 1. April 2008. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie war Ende April ausgelaufen.

Die Arbeitgeber betonten, die Warnstreiks seien überflüssig. Es werde kein zweites Angebot geben, allerdings sei das schon frühzeitig vorgelegte Angebot verhandelbar, sagte Sprecherin Yvonne Frenz. Der Verdi-Fachbereichsleiter in Hessen, Berthold Balzer, nannte das Angebot der Arbeitgeber dagegen eine «bewusste Provokation», die den verbesserten wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen nicht entspreche. (dpa)

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