Warnstreiks behindern Zeitungsdruck
11.05.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Allein in Hessen legten am Vormittag mehrere hundert Drucker in Kassel, Darmstadt und Neu Isenburg die Arbeit nieder, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Insgesamt seien allein in den drei Städten bis zum Abend rund 1000 Beschäftigte zum Warnstreik aufgerufen.
Die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit soll an diesem Dienstag in Frankfurt stattfinden. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für zwölf Monate. Der Bundesverband Druck und Medien bietet neben Einmalzahlungen Einkommenserhöhungen um 1,8 Prozent zum 1. April 2007 sowie um 2,0 Prozent zum 1. April 2008. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie war Ende April ausgelaufen.
Die Arbeitgeber betonten, die Warnstreiks seien überflüssig. Es werde kein zweites Angebot geben, allerdings sei das schon frühzeitig vorgelegte Angebot verhandelbar, sagte Sprecherin Yvonne Frenz. Der Verdi-Fachbereichsleiter in Hessen, Berthold Balzer, nannte das Angebot der Arbeitgeber dagegen eine «bewusste Provokation», die den verbesserten wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen nicht entspreche. (dpa)

