Nach Einschätzung der Gewerkschaft werden Zeitungen trotzdem erscheinen können, möglicherweise aber mit kleineren Einschränkungen. Auch die Arbeitgeberseite ging davon aus, dass es keine größeren Störungen geben werde.Die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifstreit soll an diesem Dienstag in Frankfurt stattfinden. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn für zwölf Monate. Der Bundesverband Druck und Medien bietet neben Einmalzahlungen Einkommenserhöhungen um 1,8 Prozent zum 1. April 2007 sowie um 2,0 Prozent zum 1. April 2008. Die Friedenspflicht in der Druckindustrie war Ende April ausgelaufen.
Die Arbeitgeber betonten, die Warnstreiks seien überflüssig. Es werde kein zweites Angebot geben, allerdings sei das schon frühzeitig vorgelegte Angebot verhandelbar, sagte Sprecherin Yvonne Frenz. Der Verdi-Fachbereichsleiter in Hessen, Berthold Balzer, nannte das Angebot der Arbeitgeber dagegen eine «bewusste Provokation», die den verbesserten wirtschaftlichen Möglichkeiten der Unternehmen nicht entspreche. (dpa)